Brainstorming – Ausbildungsmethode

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Huhu 😊


Korrekterweise handelt es sich beim Brainstorming um eine Methode der Ideenfindung, wird aber auch gerne als Methodenmix als Ausbildungsmethode bezeichnet. Dementsprechend ergibt es Sinn, Brainstorming beispielsweise vor einer Projektarbeit oder Auftragsarbeit einzusetzen.

In diesem Artikel zeigen wir dir, was Brainstorming genau bringt, wie es aufgebaut ist und durchgeführt wird. Wie immer kümmern wir uns auch um

  • alles Relevante zum Brainstorming,
  • wichtige Aspekte in Bezug auf Schlüsselqualifikationen,
  • Beispiele und was es noch so zu beachten gibt.

Zusammenfassung

Für alle ohne Zeit: Ausbildungsmethode_-Brainstorming.pdf (48 Downloads)

Was ist das Brainstorming in der Ausbildung?

Ideen zu sammeln kann in vielen Bereichen und Situationen sinnvoll sein. Wenn du zum Beispiel ein Projekt planen willst, kannst du nur das “große” Thema vorgeben und deine Auszubildenden sammeln mit dem Brainstorming Ideen und Themen, bevor es dann in die Planung und Durchführung geht.

Ganz wichtig ist der Einsatz von Brainstorming auch, um die Schlüsselqualifikationen deiner Auszubildenden zu fördern. Als Beispiel können hier sehr schüchterne Auszubildende genannt werden.

Wie ist das Brainstorming aufgebaut?

Das Brainstorming hat drei Phasen. Viel wichtiger sind hier aber die Regeln, auf die wir später zu sprechen kommen. Folgendes passiert in den einzelnen Phasen des Brainstormings:

Phase 1 “Einleitung”

In Phase Nummer eins spricht der Ausbilder. In dieser Phase wird das große Thema vorgestellt – dies kann auch visuell durch einen Ausdruck auf dem Flipchart oder als Text auf einem Whiteboard passieren. Danach werden die Regeln des Brainstormings erklärt (diese findest du auch weiter unten beschrieben).

Phase 2 “Aktion”

Wenn das Thema klar ist, beginnt die Aktionsphase im Brainstorming. Ob nun Reihum, per Moderationskarten jeder für sich oder durcheinander ist vom Ausbilder vorab festgelegt. Ziel ist es, so viele Ideen wie nur irgendwie möglich zu sammeln. Dabei sind die Regeln zu beachten!

Phase 3 “Bewertung”

In der letzten Phase werden die einzelnen Ideen angeschaut und ausgewertet. Wichtig ist hierbei das die Zeit genommen werden muss, um jede Idee anzusprechen, egal wie “sinnvoll” sie für dich erscheint oder ob eine ähnliche schon dran war – oder gar eine identische. Sollte dies der Zeitrahmen nicht zulassen, können identische Ideen ja auch direkt gesammelt werden.

Es soll zu Diskussionen über Pro und Contras kommen, jeder muss seine Meinung äußern dürfen und Ideen sollen “gemeinsam” für “gut” oder “schlecht” befunden werden. Am Ende sollten drei Ideen übrig bleiben (manchmal macht man auch solange weiter, bis nur noch eine Idee verbleibt).

Regeln des Brainstormings

Um Brainstorming sinnvoll einsetzen zu können, müssen sich alle Beteiligten strikt an die folgenden Regeln halten:

  • Ein Brainstorming darf nicht zu lange Dauern. Ein gute Zeitwert sind ca. 1-2 Stunden.
  • Es darf in Phase 2 keinerlei Bewertung erfolgen, keine Kritik, kein lachen, keine Einwände!
  • Oberstes Gebot: Quantität vor Qualität
  • Fantasien und total “unrealistische” Ideen sind ausdrücklich erlaubt
  • Keine Idee wird einfach verworfen – JEDE Idee (auch doppelte) werden gesammelt!
  • Die Ideen anderer sollen weitergesponnen, ausgebaut oder adaptiert werden
  • Die optimale Anzahl der Beteiligten liegt zwischen mindestens 3 und maximal 8.

Für welche Themen eignet sich Brainstorming besonders gut?

Untypischerweise existiert hier keine Tabelle. Denn Brainstorming ist nicht zur Durchführung von Unterweisungen geeignet. Nur ein paar Gedanken und Ideen:

  • Brainstorming macht immer dann Sinn, wenn Ideen gesucht werden
  • Du kannst Brainstorming als vorgelagerten Schritt einplanen und einen Methodenmix basteln (zum Beispiel erst Brainstorming, dann ein Projekt)
  • Zur gezielten Förderung von Schlüsselqualifikationen ist Brainstorming ideal

Probleme und Nachteile von Brainstorming

Natürlich gibt es auch beim Brainstorming Hindernisse und Probleme.

  • Es ist immer ein Moderator erforderlich (dies muss nicht zwangsläufig der Ausbilder sein!)
  • Auszubildende/Teilnehmer könnten beim Brainstorming gehemmt agieren und Angst vor Blamagen haben
  • Die Ideen müssen auch ausgewertet und diskutiert werden – das kostet Zeit

Beispielhafte Planung und Ablauf

Die beispielhafte Planung und einen Ablauf findest du in der PDF-Datei. 🙂 ⬇

Beispiel und Download 📥

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