Darf ich Geschenke meiner Auszubildenden annehmen?

Darf ich Geschenke von Auszubildenden annehmen?

Eine der häufig gestellten Fragen zum Thema Ausbildung ist: “Darf ich Geschenke von Auszubildenden annehmen?” Diese Frage ist ethisch komplex und verdient daher einer gründlichen Analyse in diesem Artikel.

Geschenke von Auszubildenden annehmen: die Ethik

Zunächst ist es wichtig, das Thema “Geschenke von Auszubildenden annehmen” aus ethischer Sicht zu betrachten. Als Ausbilder oder Ausbilderin stehst du in einer Position der Macht und Verantwortung gegenüber deinen Auszubildenden. Du hast einen großen Einfluss auf ihre berufliche Entwicklung und ihre Zukunft.

Wenn du also Geschenke von Auszubildenden annimmst, könnte dies den Anschein erwecken, dass du für materielle Güter oder Gefälligkeiten beeinflussbar bist. Auch wenn dies natürlich nicht der Fall ist, könnte es das Vertrauensverhältnis zwischen dir und deinen Auszubildenden sowie deiner Kollegen stören. Es ist daher empfehlenswert, Geschenke von Auszubildenden mit Vorsicht zu behandeln und möglicherweise sogar abzulehnen, um jeden Anschein von Ungerechtigkeit oder Bevorzugung zu vermeiden.

Geschenk

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Geschenke von Auszubildenden annehmen: die gesetzliche Lage

Rechtlich gesehen ist die Frage, ob du Geschenke von Auszubildenden annehmen darfst, in Deutschland nicht eindeutig geregelt. Das deutsche Gesetz und speziell das Berufsbildungsgesetz verbietet nicht explizit das Annehmen von Geschenken von Auszubildenden, es gibt jedoch Vorschriften zur Korruption und Bestechung im öffentlichen Dienst, die auch auf die Ausbildung angewendet werden könnten.

In vielen Unternehmen und Institutionen existieren interne Regelungen oder Verhaltensrichtlinien, die das Annehmen von Geschenken regeln. Es ist ratsam, diese Richtlinien zu überprüfen, bevor du entscheidest, ob du Geschenke von Auszubildenden annehmen kannst. In einigen Fällen wird das Annehmen von Geschenken sogar arbeitsrechtliche Konsequenzen haben.

Als Ausbilder oder Ausbilderin solltest du einen Richtwert von MAXIMAL 20 – 30 Euro für ein Geschenke im Hinterkopf behalten. In den meisten Fällen ist dieser Wert strafrechtlich unbedenklich und in der freien Wirtschaft normalerweise akzeptabel. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass, falls ein allgemeines Verbot im Unternehmen besteht, das Annehmen von Geschenken zu einer Abmahnung oder sogar zu einer fristlosen Kündigung führen kann.

Geschenke von Auszubildenden annehmen: der richtige Weg

Der beste Weg, um mit dem Thema “Geschenke von Auszubildenden annehmen” umzugehen, ist, offen und transparent zu sein. Solltest du ein Geschenk von einem Auszubildenden erhalten, ist es eine gute Praxis, dies sofort deinem Vorgesetzten oder der Personalabteilung zu melden. So kann gemeinsam entschieden werden, wie am besten mit der Situation umgegangen werden sollte.

Ebenso wichtig ist es, das Thema “Geschenke von Auszubildenden annehmen” offen mit den Auszubildenden selbst zu besprechen. Erkläre ihnen, warum es möglicherweise problematisch sein könnte, Geschenke von ihnen anzunehmen und mache ihnen klar, dass ihre Leistungen und ihr Engagement die beste “Geschenke” sind, die sie dir geben können. 😅😍

Geschenke annehmen, ja oder nein

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Falls du dich dennoch entschließen solltest, Geschenke von Auszubildenden annehmen zu wollen, solltest du folgende Punkte beherzigen:

  • Mache dem Schenker klar, dass es keine Vorzugsbehandlung geben wird
  • Du solltest entweder von allen Geschenke ablehnen oder annehmen
  • Beim Wichteln zu Weihnachten oder eine Blume/Pralinen zum Geburtstag ist es in der Regel ohnehin kein Problem, etwas anzunehmen

Abschließende Gedanken

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Annehmen von Geschenken von Auszubildenden ein heikles Thema ist, das mit Vorsicht behandelt werden sollte. Es ist nicht nur wichtig, die Firmen-internen Aspekte zu berücksichtigen, sondern auch die ethischen.

Das Wichtigste ist, immer transparent zu handeln und eine offene Diskussion über das Thema zu führen. So kannst du sicherstellen, dass deine Position als Ausbilder oder Ausbilderin nicht kompromittiert wird und du weiterhin ein gutes Verhältnis zu deinen Auszubildenden pflegen kannst.

Das oberste Ziel soll immer sein, das Vertrauen und den Respekt deiner Auszubildenden zu erhalten. Denke daran, dass dein größter Erfolg als Ausbilder oder Ausbilderin darin besteht, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und sich beruflich zu entwickeln. Dies ist ein Geschenk, das weit über jeden materiellen Wert hinausgeht. 💟

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