Skip to main content

§ 25 Verbot der Beschäftigung durch bestimmte Personen – Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)

§ 25 Verbot der Beschäftigung durch bestimmte Personen - Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)

Folgende Fragen werden geklärt: Wer darf Kinder und Jugendliche nicht beschäftigen? ✔ Was ist mit Ordnungswidrigkeiten? ✔ Gelten die Beschäftigungsverbote nach § 25 Verbot der Beschäftigung durch bestimmte Personen – Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) für jemanden nicht? ✔


Wer darf Kinder und Jugendliche nicht beschäftigen?

Ausbildende, Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte, die in den letzten fünf Jahren wegen

  • eines Verbrechens zu einer Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren oder
  • einer vorsätzlichen Straftat, die sie unter Verletzung der ihnen als Arbeitgeber, Ausbildender oder Ausbilder obliegenden Pflichten zum Nachteil von Kindern oder Jugendlichen begangen haben, zu einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten
  • einer der folgenden Straftaten
    • § 109h Anwerben für fremden Wehrdienst – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 171 Verletzung der Fürsorgepflicht oder Erziehungspflicht – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 174 Sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 174a Sexueller Mißbrauch von Gefangenen, behördlich Verwahrten oder Kranken und Hilfsbedürftigen in Einrichtungen – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 174b Sexueller Mißbrauch unter Ausnutzung einer Amtsstellung – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 174c Sexueller Mißbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 175 (weggefallen)
    • § 176 Sexueller Mißbrauch von Kindern – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 176a Schwerer sexueller Mißbrauch von Kindern – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 176b Sexueller Mißbrauch von Kindern mit Todesfolge – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 177 Sexueller Übergriff; sexuelle Nötigung; Vergewaltigung – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 178 Sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung mit Todesfolge – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 179 (weggefallen)
    • § 180 Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 180a Ausbeutung von Prostituierten – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 180b (weggefallen)
    • § 181 (weggefallen)
    • § 181a Zuhälterei – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 181b Führungsaufsicht – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 181c (weggefallen)
    • § 182 Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 183 Exhibitionistische Handlungen – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 183a Erregung öffentlichen Ärgernisses – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 184 Verbreitung pornographischer Schriften – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 184a Verbreitung gewalt- oder tierpornographischer Schriften – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 184b Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 184c Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornographischer Schriften – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 184d Zugänglichmachen pornographischer Inhalte mittels Rundfunk oder Telemedien; Abruf kinder- und jugendpornographischer Inhalte mittels Telemedien – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 184e Veranstaltung und Besuch kinder- und jugendpornographischer Darbietungen – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 184f Ausübung der verbotenen Prostitution – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 184g Jugendgefährdende Prostitution – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 184h Begriffsbestimmungen – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 184i Sexuelle Belästigung – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 225 Mißhandlung von Schutzbefohlenen – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 232 Menschenhandel – Strafgesetzbuch (StGB)
    • § 232a Zwangsprostitution – Strafgesetzbuch (StGB)
    • sowie nach dem Betäubungsmittelgesetz oder
    • wegen einer Straftat nach dem Jugendschutzgesetz oder nach dem Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften wenigstens zweimal

rechtskräftig verurteilt wurden, dürfen Jugendliche weder beaufsichtigen, noch anweisen oder ausbilden und nicht mit der Beaufsichtigung, Anweisung oder Ausbildung von Jugendlichen beauftragt werden.

In den letzten 5 Jahren? Zählt eine Haftstrafe im Gefängnis da mit rein?

Nein. Die Zeit, in welcher der Täter auf behördliche Anordnung in einer Anstalt verwahrt worden ist, wird nicht eingerechnet.

Was ist mit Ordnungswidrigkeiten?

Das Beschäftigungsverbot gilt auch für Personen, gegen die wegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 58 Bußgeld- und Strafvorschriften – Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) wenigstens dreimal eine Geldbuße rechtskräftig festgesetzt worden ist. Eine Geldbuße bleibt allerdings außer Betracht, wenn seit dem Tag ihrer rechtskräftigen Festsetzung fünf Jahre verstrichen sind.

Gelten die Beschäftigungsverbote nach § 25 Verbot der Beschäftigung durch bestimmte Personen – Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) für jemanden nicht?

Ja. Es gilt nicht für die Beschäftigung durch die Personensorgeberechtigten.

Schlagwörter: ,



Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *