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	<title>News &#8211; AdA2go.de</title>
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	<description>Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung</description>
	<lastBuildDate>Mon, 26 Dec 2022 22:59:08 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Neuordnung der Ausbildungsberufe im Gastgewerbe 2022</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jun 2022 04:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AdA2go News]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab August 2022 wird auch das Gastgewerbe ein wenig moderner! Geänderte Inhalte und differenziertere Bezeichnungen sind ein Teil der Änderungen. Hier schauen wir auf die Änderungen und geben Tipps zur Umsetzung in Ausbildungsbetrieben. ✌ Kurzfassung: Was ändert sich? Neben dem &#8222;Koch&#8220; gibt es einen neuen, zweijährigen Ausbildungsberuf, der sich &#8222;Fachkraft Küche&#8220; nennt. Das Besondere: Hier [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab August 2022 wird auch das Gastgewerbe ein wenig moderner! Geänderte Inhalte und differenziertere Bezeichnungen sind ein Teil der Änderungen. Hier schauen wir auf die Änderungen und geben Tipps zur Umsetzung in Ausbildungsbetrieben. ✌</p>
<h2>Kurzfassung: Was ändert sich?</h2>
<ul>
<li>Neben dem &#8222;Koch&#8220; gibt es einen <strong>neuen, zweijährigen</strong> Ausbildungsberuf, der sich &#8222;<strong>Fachkraft Küche</strong>&#8220; nennt. Das Besondere: Hier werden Grundlagen vermittelt, die auch in der Koch-Ausbildung vorkommen, daher kann sich eine &#8222;Fachkraft Küche&#8220; nach zwei Jahren und dem erfolgreichen Abschluss dazu <strong>entscheiden</strong>, ein Jahr draufzupacken und doch noch den &#8222;Koch&#8220; zu machen!</li>
<li>Der <strong>Ausbildungsberuf &#8222;Fachkraft Gastgewerbe&#8220;</strong> wird mit zwei Schwerpunkten ausgestattet und in &#8222;<strong>Fachkraft Gastronomie</strong>&#8220; <strong>umbenannt</strong>. Die neuen Schwerpunkte sind &#8222;<strong>Restaurantservice</strong>&#8220; und &#8222;<strong>Systemgastronomie</strong>&#8222;.</li>
<li>Die Ausbildungsberufe für Köche, Hotelfachleute und Fachkräfte für Systemgastronomie werden nicht umbenannt, allerdings erhalten die Ausbildungsrahmenpläne eine Aktualisierung. Die neuen Standardberufsbildpositionen haben wir <a href="https://ada2go.de/aenderungen-an-kommenden-ausbildungsberufen-ab-august-2021/">hier bereits ausführlich erklärt</a>, lies gerne noch mal nach!</li>
<li>Restaurantfachleute und Hotelfachleute erhalten einen neuen Namen: <strong>Fachmann/-frau für Restaurants- und Veranstaltungsservice</strong> und <strong>Kaufmann/-frau für Hotelmanagement</strong>.</li>
<li>Die gestreckte Abschlussprüfung wird eingeführt.</li>
</ul>
<h2>Die &#8222;Fachkraft Küche&#8220;</h2>
<p>Eine sinnvolle Erweiterung im Bereich der Gastronomie ist die neun &#8222;<strong>Fachkraft Küche&#8220;</strong>. Diese zweijährige Ausbildung hat inhaltlich weniger theoretische Einschnitte und behandelt intensiv die Grundlagen, die auch der Ausbildungsberuf Koch beinhaltet. Dadurch ist ein modularer Aufbau möglich: Wenn sich eine Fachkraft Küche nach den zwei Jahren entscheidet, doch Koch zu werden, ist dies problemlos möglich.</p>
<h2>Fachkraft für Gastronomie</h2>
<p>Mit der neuen Fachkraft für Gastronomie kommen zwei Schwerpunkte in den alten Ausbildungsberuf der &#8222;Fachkraft Gastgewerbe&#8220;:</p>
<ul>
<li>Restaurantservice</li>
<li>Systemgastronomie</li>
</ul>
<p>Die Zwischenprüfung findet nach 12 Monaten statt. Da auch diese Ausbildung zweijährig ist, haben Prüflinge mit bestandener Abschlussprüfung die Möglichkeit, ein Ausbildungsjahr anzuhängen und, je nach Schwerpunkt, einen Abschluss der dreijährigen Ausbildungsberufe zu erlangen.</p>
<h2>Unveränderte Ausbildungsberufe mit neuen Inhalten</h2>
<p>Köche, Fachleute in der Systemgastronomie und Hotelfachleute bekommen zwar keinen neuen Titel, aber im Rahmen der Änderungen werden auch diese Ausbildungsrahmenpläne angepasst und die neuen Standardberufsbildpositionen hinzugefügt.</p>
<h2>Neue Namen für Restaurantfachleute und Hotelfachleute</h2>
<p>Restaurantfachleute und Hotelfachleute sind jetzt &#8222;Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsservice&#8220; und &#8222;Kaufmann/-frau für Hotelmanagement&#8220;.</p>
<h2>Einführung der gestreckten Abschlussprüfung</h2>
<p>Die gestreckte Abschlussprüfung findet Einzug in den Gastrobereich. Dabei wird keine typische Zwischenprüfung mehr verlangt, sondern die Abschlussprüfung auf zwei Teile gesplittet. Für Ausbildungsberufe mit 3 Jahren: Teil 1 ist in aller Regel am Ende des zweiten Ausbildungsjahres und der zweite Teil am Ende der Ausbildung. Für Ausbildungen, die nur zwei Jahre andauern ist Teil 1 gleichzeitig die Abschlussprüfung.</p>
<p><em>Kurz zur Erinnerung:</em> Die Zwischenprüfung wurde in der Vergangenheit nicht gewertet, Azubis mussten lediglich teilnehmen. Bei der gestreckten Abschlussprüfung gehen alle Teile in die End-Wertung ein, im Fall der vorgestellten Ausbildungsberufen mit 25 Prozent.</p>
<h2>Was du als Ausbildungsbetrieb tun musst</h2>
<p>Bei jeder Neuordnung müssen die bestehenden Ausbildungspläne überprüft werden. Durch die neuen Standardberufsbildpositionen wird definitiv kein Ausbildungsplan aktuell sein, denn die neuen Inhalte müssen verpflichtend eingeplant werden!</p>
<h2>Weitere Informationen und Links</h2>
<p>Am Rande der Änderungen werden auch noch Zusatzqualifikationen im Bereich Vegane/Vegetarische Küche erwähnt, und für die Fachkraft für Gastronomie Bar/Wein.</p>
<ul>
<li><a href="https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/profile/apprenticeship/koch22" target="_blank" rel="noopener">Berufsübersicht und Informationen zur Neuordnung für Koch/Köchin auf BIBB.de</a></li>
<li><a href="https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/profile/apprenticeship/faga22" target="_blank" rel="noopener">Fachkraft für Gastronomie auf BIBB.de</a><br />
<a href="https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/profile/apprenticeship/faga22" target="_blank" rel="noopener">Fachfrau/Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie auf BIBB.de</a><br />
<a href="https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/profile/apprenticeship/faga22" target="_blank" rel="noopener">Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie auf BIBB.de</a></li>
<li><a href="https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/new_modernised_occupations_by_year/2022" target="_blank" rel="noopener">Übersichtseite des BIBB zu Änderungen und Neuerungen in der Berufsausbildung</a></li>
<li><a href="https://www.dehogabw.de/lernen/ausbildung-im-gastgewerbe/neuordnung-der-ausbildungsberufe.html" target="_blank" rel="noopener">Artikel &#8222;Berufe-Neuordnung im Gastgewerbe&#8220; vom Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg e.V.</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Girls’ Day &#038; Boys’ Day: Dieses Jahr am 28. April 2022</title>
		<link>https://ada2go.de/girls-boys-day/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2022 08:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Letzte Aktualisierung: 10. April 2022Einschätzung der Relevanz für die Ausbildereignungsprüfung: niedrig 🟢✨ Hast wenig Zeit? Hüpfe direkt zur FAQ zum Thema Girls’ Day &#38; Boys’ Day. ✨ Am 28. April 2022 findet der 22. Girls’ Day &#38; 12. Boys’ Day statt! Ich weiß noch, wie der Erste Girls’ Day ins Leben gerufen wurde, damit Schülerinnen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-cyan-bluish-gray-background-color has-background">Letzte Aktualisierung: 10. April 2022<br>Einschätzung der Relevanz für die Ausbildereignungsprüfung: niedrig 🟢<br>✨ Hast wenig Zeit? <a href="#faq">Hüpfe direkt zur FAQ zum Thema Girls’ Day &amp; Boys’ Day</a>. ✨</p>



<p>Am 28. April 2022 findet der 22. Girls’ Day &amp; 12. Boys’ Day statt! Ich weiß noch, wie der Erste Girls’ Day ins Leben gerufen wurde, damit Schülerinnen typische Männerberufe kennenlernen können, die sie sonst vielleicht gar nicht in Betracht bei der Berufswahl ziehen würden und bei denen es schon bald zu einem akuten Fachkräftemangel kommen wird.</p>



<p class="has-luminous-vivid-amber-background-color has-background">💡 <strong>Gut zu wissen: </strong>Fragst du dich gerade, wann ein Beruf als typischer Männer- und Frauenberuf gilt? Laut einer Studie des BIBB ist die Untergliederung wie folgt <span id='easy-footnote-1-3491' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href="https://ada2go.de/girls-boys-day/#easy-footnote-bottom-1-3491" title="„Männerberufe“ sind für Männer nicht mehr ganz so typisch, auf &lt;a href=&quot;https://www.bibb.de/dokumente_archiv/pdf/a24_hintergrundpapier_girl-day_2016.pdf&quot; class=&quot;autohyperlink&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;https://www.bibb.de/dokumente_archiv/pdf/a24_hintergrundpapier_girl-day_2016.pdf&lt;/a&gt;; zuletzt abgerufen am 10. April 2022"><sup>1</sup></a></span>:<br>🚺 &#8222;Frauenberuf&#8220; = weniger als 20 Prozent Männer-Anteil<br>🚹 &#8222;Männerberuf&#8220; = weniger als 20 Prozent Frauen-Anteil<br>❇️ gemischter Beruf = der Frauen- und Männer-Anteil variiert zwischen 20 und 80 Prozent</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Als Unternehmen am Girls’ Day teilnehmen</h2>



<p>Hast du Lust als Einzelunternehmen oder Firma Mädchen die Chance zu geben, erste Erfahrungen in technischen, naturwissenschaftlichen oder handwerklichen Jobs zu machen? Dann kannst du dich jetzt noch <strong><a href="https://www.girls-day.de/aktool/ez/veranstalter.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">registrieren</a></strong>, um auf dem Girls&#8217;Day-Radar zu erscheinen.</p>



<p>Dabei handelt es sich um eine riesige Übersichtskarte aller Regionen auf der offiziellen Girls&#8217;Day-Webseite, auf der sich Mädchen und junge Frauen über teilnehmende Unternehmen informieren können.</p>



<p>Dabei hast du die Wahl zwischen einem</p>



<ul class="wp-block-list"><li>kostenlosen und</li><li>kostenpflichtigen Eintrag.</li></ul>



<p>Der kostenlose Eintrag auf dem Girls&#8217;Day-Radar umfasst alle wichtigen Informationen wie</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Name, Organisationstyp, Organisationsgröße,</li><li>Anschrift und Kontaktdaten</li><li>und dein Firmenlogo.</li></ul>



<p>Falls du möchtest, dass dein Logo auf den Angebotslisten in klein erscheint, kannst du auch eine Premium-Logo-Platzierung für 49,90 € bestellen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Um deinen Eintrag später noch bearbeiten zu können, solltest du bei der Registrierung einen Usernamen und Passwort hinterlegen.</p></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Die Vorteile für Unternehmen</h2>



<p>Genauso einfach, wie das Hinterlegen eines Eintrags ist, genauso einfach ist auch die Teilnahme für Unternehmen.</p>



<p>Nachdem dein Angebot auf dem Girls&#8217;Day-Radar erschienen ist, musst du nur noch warten, bis sich Mädels telefonisch oder online melden.</p>



<p>Um die Versicherung der Teilnehmerinnen musst du dich nicht sorgen &#8211; sie sind subsidiär bei der Unfall- und Haftpflichtversicherung versichert.</p>



<p>Der große Vorteil ist eben die (fast) kostenlose Werbung. Abgesehen von dem Aufwand, die junge(n) Dame(n) zu betreuen an diesem Tag, entstehen weiter keine Kosten. Dafür kommt der Name deines Unternehmens aber in einem guten Zusammenhang in Umlauf &#8211; bessere Publicity gibt es gar nicht.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>PS: Wusstest du, dass es inzwischen auch ein Pendant für Jungen gibt? Der <strong><a href="http://www.boys-day.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Boys&#8217;Day</a></strong> findet seit 2011 ebenfalls jährlich statt und soll Jungs an typische Frauenberufe heranführen.</p></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Hast du schon mal am Girls&#8217;Day teilgenommen?</h3>



<p>Kommt für dich die Teilnahme an so einem Event infrage? Oder hast du eventuell daran schon mal teilgenommen und möchtest deine Erfahrungen mitteilen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Girls&#8217;Day &amp; Boys&#8217;Day FAQ – alles Wichtige über die Zukunftstage auf einen Blick</h2>


<div id="rank-math-faq" class="rank-math-block">
<div class="rank-math-list ">
<div id="faq-question-1649621995134" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Wann findet der nächste Girls’ Day statt?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Der nächste Girls’ Day findet am Donnerstag, dem 28. April 2022 statt</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1649622097274" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Wann findet der nächste Boys’ Day statt?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Der nächste Boys’ Day findet am Donnerstag, dem 28. April 2022 statt</p>

</div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Eigenmächtiger Urlaubsantritt &#8211; fristlose Kündigung okay?</title>
		<link>https://ada2go.de/eigenmaechtiger-urlaubsantritt-fristlose-kuendigung-okay/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Aug 2021 16:51:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 4: Ausbildung abschließen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Frage: Rechtfertigt ein eigenmächtiger Urlaubsantritt eine fristlose Kündigung? ✔ Was war passiert? ✔ Was war die Konsequenz? ✔ Was sagt das Gericht dazu? ✔]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Rechtfertigt ein eigenmächtiger Urlaubsantritt eine fristlose Kündigung?</h2>
<p><strong>Antwort des LAG Düsseldorf:</strong> Ja.</p>
<p><strong>Aktenzeichen:</strong> 8 Sa 87/18 (vorher: Arbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 20.12.2017 – 8 Ca 3919/17)</p>
<h2>Was war passiert?</h2>
<ul>
<li>Manchmal liegen Freud und Leid so nahe. Am 21. Juni 2017 bestand eine junge Frau, die berufsbegleitend den Masterstudiengang &#8222;BWL Management&#8220; studierte, ihre Abschlussprüfung. Grund für ein paar freie Tage! Geplant waren ursprünglich Donnerstag und Freitag (22. und<br />
23.06.2017), wodurch sie am Montag, dem 26.06.2017, spätestens 10 Uhr wieder planmäßig auf der Arbeit hätte erscheinen sollen.</li>
<li>Stattdessen erhielt ihr Vorgesetzter am Montag, dem 26.06.2017 um 12.04 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff &#8222;Spontan-Urlaub&#8220;, in der sie schrieb, dass sie von Montag bis Freitag auf Mallorca sei &#8211; eine Überraschung ihres Vaters zur bestandenen Prüfung.</li>
<li>Toll für die junge Frau. Schlecht für den Arbeitgeber. Dieser lehnte den verspäteten Urlaubsantrag mit der Begründung ab, dass ihre Anwesenheit im Unternehmen dringend erforderlich sei. Möglich sei aber, dass sie den Freitag der aktuellen Woche, sowie Montag und Dienstag der Folgewoche freibekäme.</li>
</ul>
<p><strong>Das Problem:</strong> Die Mitarbeiterin war bereits seit dem Wochenende auf Mallorca und konnte dementsprechend nicht zur Arbeit erscheinen. Dies wiederum teilte sie ihrem Arbeitgeber einen Tag später per Mail mit.</p>
<h3>Was war die Konsequenz? ⇾ fristgerechte Kündigung</h3>
<ul>
<li>Als die Mitarbeiterin auch am Folgetag ihre Arbeit nicht wieder aufnahm, sprach der Arbeitgeber mit Schreiben vom 11.07.2017 eine <strong>fristgerechte</strong> Kündigung zum 31.08.2017 aus.</li>
<li>Der Betriebsrat wurde vorher angehört.</li>
<li>Die Mitarbeiterin klagte vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf gegen die Kündigung und begründete ihren eigenmächtigen Urlaubsantritt mit der Tatsache, dass sie mit ihrem Vorgesetzten abgesprochen hätte, dass der Urlaub kurzfristig verlängert werden könnte.</li>
</ul>
<h2>Was sagt das Gericht dazu?</h2>
<ul>
<li>Sowohl das Arbeitsgericht Düsseldorf, als auch das LAG Düsseldorf erkannten in dem Vorgehen keine Absprache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerin.</li>
<li>Daher ist eine Kündigung rechtmäßig</li>
<li>Eine Abmahnung wäre nicht nötig gewesen.</li>
<li>Nach Auffassung des Gerichts <strong>wäre sogar eine fristlose Kündigung gerechtfertigt</strong> gewesen.</li>
<li>Ein Grund hierfür ist, dass die Mitarbeiterin mit ihrem Verhalten ihre Pflicht zur Arbeit verletzt hätte und sie erkennen ließ, dass ihre Prioritäten falsch gesetzt seien.</li>
<li>Zudem sprach ihr Verhalten ab Dienstag dafür, dass sie an dem nicht genehmigten Urlaub festhalten würde.</li>
</ul>
<p>Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigten sich auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Kündigungsdatum. Ferner ist der Arbeitgeber verpflichtet, ein Arbeitszeugnis auszustellen und eine Abfindung in Höhe von 4.000 Euro zu zahlen.</p>
<h4><strong>Quellenangaben und Hinweise:</strong></h4>
<ul>
<li>Pressemitteilung des Landesarbeitsgerichts in Düsseldorf: Mallorca-Urlaub geschenkt – Arbeitsverhältnis beendet, auf: <a href="http://www.lag-duesseldorf.nrw.de/beh_static/presse/mitteilungen/940_28_18.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.lag-duesseldorf.nrw.de/beh_static/presse/mitteilungen/940_28_18.pdf</a>; abgerufen am 17. Juli 2018, Check: 2021, Datei noch verfügbar</li>
<li>Gemäß § 7 Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs Absatz 1 &#8211; Mindesturlaub für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz) sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, aber nur, wenn diesen keine dringende betriebliche Belange entgegenstehen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Müssen Mitarbeiter ihre private Telefonnummer herausgeben?</title>
		<link>https://ada2go.de/muessen-mitarbeiter-ihre-private-telefonnummer-herausgeben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2021 16:47:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 2 - Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Frage: Haben Arbeitgeber Anspruch auf die private Handynummer ihrer Mitarbeiter? ✔ Was war passiert? ✔ Was war die Konsequenz? ✔ Was sagt das Gericht dazu? ✔]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Haben Arbeitgeber Anspruch auf die private Handynummer ihrer Mitarbeiter?</h2>
<p><strong>Antwort des LAG Thüringen:</strong> Nein.</p>
<p><strong>Aktenzeichen:</strong> 6 Sa 442 / 17 und 6 Sa 444 /17 (vorherige Entscheidung durch das Arbeitsgericht Gera &#8211; Az.: 5 Ca 163 /17 und 5 Ca 125/17)</p>
<h2>Was war passiert?</h2>
<ul>
<li>Als Arbeitgeber mag man den Wunsch vielleicht schon verstehen, die eigenen Mitarbeiter im Notfall immer erreichen zu können &#8211; daher kommt das Begehren eines kommunalen Gesundheitsamts an seine Mitarbeiter nicht so überraschend: Durch die Umstellung seines Systems der Rufbereitschaft forderte er die Herausgabe der privaten Handynummer seiner Mitarbeiter.</li>
<li>Diese wollten allerdings nicht außerhalb des Bereitschaftsdienstes auf ihrer Mobilfunknummer erreichbar sein.</li>
<li>Dafür war dem Arbeitgeber die private Festnetznummer der Arbeitnehmer sehr wohl bekannt.</li>
</ul>
<h3>Was war die Konsequenz? ⇾ Abmahnung</h3>
<ul>
<li>Auf die Verweigerung der Mitarbeiter reagierte der <strong>Landkreis Greiz</strong> mit Abmahnungen, da der Arbeitgeber es als arbeitsvertragliche Pflicht der Angestellten ansah, diese im Notfall immer per Handy erreichen zu können.</li>
<li>Die Mitarbeiter wollten die Abmahnungen (verständlicherweise) nicht akzeptieren und forderten die Entfernung aus ihren Personalakten.</li>
</ul>
<h2>Was sagt das Gericht dazu?</h2>
<ul>
<li>Dem Wunsch des Arbeitgebers konnte das Landesarbeitsgericht Thüringen nicht folgen</li>
<li>Damit bestätigte das Gericht die Klage auf Entfernung der Abmahnungen aus den Personalakten.</li>
<li>Ebenso betonten die Richter, dass ein Anspruch auf die private Handynummer des Arbeitnehmers nur unter ganz besonderen Umständen bestünde: zum Beispiel, wenn die Arbeitspflichten eines Mitarbeiters sonst nicht anders zu organisieren wären (was in dem Fall nicht so war).</li>
<li>Nach Ansicht des LAG Thüringen würde der Zwang zur Herausgabe einer privaten Handynummer zudem einen enormen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellen. Für diesen müsste es ein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers geben. Unter Abwägung der Interessen beider Parteien wiege das Recht des Arbeitnehmers auf Privatsphäre und Ruhe in diesem Fall schwerer, da der Arbeitgeber
<ul>
<li>das Problem durch die Umstellung seines Systems der Rufbereitschaft zum einen selbst herbeigeführt hat,</li>
<li>aber es auch andere Möglichkeiten gäbe, Mitarbeiter im Notfall zu kontaktieren.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h4><strong>Quellenangaben und Hinweise:</strong></h4>
<p>Pressemitteilung des Landesarbeitsgerichts in Thüringen: Medieninformation Nr. 3/18 &#8222;Abmahnung – Muss der Arbeitnehmer zur Absicherung eines Notfalldienstes außerhalb einer Rufbereitschaft seine private Mobilfunknummer herausgeben?&#8220;, auf: <a href="https://www.thueringen.de/mam/th4/arbeitsgericht/content/mi_urteil_16_05_2018.pdf" class="autohyperlink" target="_blank" rel="noopener">https://www.thueringen.de/mam/th4/arbeitsgericht/content/mi_urteil_16_05_2018.pdf</a>; abgerufen am 17. Juli 2018. <strong>Update 2021:</strong> Die Pressemitteilung ist auf der Webseite nicht mehr vorhanden, allerdings über die &#8222;<a href="http://archive.org" class="autohyperlink" target="_blank" rel="noopener">archive.org</a> Wayback Machine&#8220; aufrufbar: <a href="https://web.archive.org/web/20190108150952/https://www.thueringen.de/mam/th4/arbeitsgericht/content/mi_urteil_16_05_2018.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://web.archive.org/web/20190108150952/https://www.thueringen.de/mam/th4/arbeitsgericht/content/mi_urteil_16_05_2018.pdf</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das BIBB empfiehlt Ausbildungsberuf im Bereich Medizinprodukteaufbereitung</title>
		<link>https://ada2go.de/das-bibb-empfiehlt-ausbildungsberuf-im-bereich-medizinprodukteaufbereitung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 May 2021 19:45:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ada2go.de/?p=7790</guid>

					<description><![CDATA[Hallöchen 🙂 Neue Nachrichten aus der Ausbilderwelt: &#8222;In Kürze&#8220; wird es vermutlich einen neuen Ausbildungsberuf geben der im Bereich MPA (Medizinproduktaufbereitung) angesiedelt sein wird. Das BIBB beendete eine zweijährige Forschung und veröffentlichte das entsprechende Ergebnis auf der Webseite. (Hier geht es zur Pressemitteilung, abgerufen am 29.05.2021) Warum ein neuer Ausbildungsberuf? Immer wieder wird über bestehende [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hallöchen 🙂</p>
<p>Neue Nachrichten aus der Ausbilderwelt: &#8222;In Kürze&#8220; wird es vermutlich einen neuen Ausbildungsberuf geben der im Bereich MPA (Medizinproduktaufbereitung) angesiedelt sein wird. Das BIBB beendete eine zweijährige Forschung und veröffentlichte das entsprechende Ergebnis auf der Webseite. (<a href="https://www.bibb.de/de/pressemitteilung_138223.php" target="_blank" rel="noopener">Hier geht es zur Pressemitteilung</a>, abgerufen am 29.05.2021)</p>
<h2>Warum ein neuer Ausbildungsberuf?</h2>
<p>Immer wieder wird über bestehende Ausbildungsberufe nachgedacht, neue ins Spiel gebracht oder darüber debattiert Ausbildungsberufe zusammenzulegen oder komplett einzustampfen. Bei der Entscheidung, ob es einen neuen Ausbildungsberuf geben soll, müssen unter anderem diese Faktoren berücksichtigt werden:</p>
<ul>
<li>Gibt es schon ähnliche Ausbildungsberufe oder kann man bestehende Erweitern?</li>
<li>Wie groß ist die Nachfrage bzw. wie viele Auszubildende werden vermutlich für den neuen Ausbildungsberuf gefunden?</li>
</ul>
<p>Unter dem Strich gab es nichts, was in die Sparte medizinische Hygiene fällt und so geändert oder erweitert werden konnte, dass es noch Sinn ergibt. Aus diesem Grund wurde das BIBB aktiv und startete ein, über zwei Jahre laufendes Projekt. Spannend ist hier die Vermutung aller, die diese Pressemitteilung lesen, dass Corona den Anstoß gab, allerdings startete das Projekt bereits 2018 &#8211; also lange vor Corona.</p>
<p><strong>Kriterien, um einen neuen Ausbildungsberuf zu schaffen sind:</strong></p>
<ul>
<li>Ein ausreichender Bedarf in genau dieser Qualifikation</li>
<li>Unabhängigkeit von Einzelbetrieben (soll also für die Allgemeinheit &#8222;nutzbar&#8220; sein)</li>
<li>Ausreichend Inhalte, damit es sich für eine zwei bis dreijährige Ausbildung lohnt</li>
<li>Überschneidungen zu Inhalten anderer Ausbildungsberufe sind okay, allerdings muss der neue Ausbildungsberuf ein gewisses Alleinstellungsmerkmal besitzen</li>
<li>Eine Weiterqualifizierung sollte möglich sein</li>
<li>Die Ausbildungsinhalte müssen herunterzubrechen sein (Operationalisierung)</li>
</ul>
<h2>Wie sieht der Ausbildungsberuf aus?</h2>
<p>Natürlich ist noch nicht allzu viel bekannt, immerhin geht es hier nur um den Abschlussbericht eines Projektes, die Idee kann im Grunde trotz der Empfehlung des BIBB verworfen oder geändert werden. Daher können wir hier auch noch nicht mit einer Bezeichnung dienen, wenn man sich andere Berufe anschaut, wären sehr viele Möglichkeiten gegeben. Ein Blick in den Abschlussbericht zeigt viele Überschneidungen mit bestehenden Ausbildungsberufen.</p>
<p>Zielgruppen der Forschungsarbeit fanden sich in vielen Branchen, unter anderem:</p>
<ul>
<li>Aufbereitungsunternehmen</li>
<li>Medizinische Versorgungszentren</li>
<li>Krankenhäuser</li>
<li>Praxen</li>
<li>OP-Zentren</li>
<li>Medizinprodukte-Hersteller</li>
</ul>
<p>Daraus leitet sich natürlich schon ein wenig ab, wohin alles führen soll. Inhaltlich wurden Kernkompetenzen und Nebenkompetenzen genannt, diese sind:</p>
<p><strong>Kernkompetenz des neuen Ausbildungsberufes</strong></p>
<ul>
<li>Konkreten Aufbereitung von Medizinprodukten</li>
</ul>
<p><strong>Nebenkompetenzen</strong></p>
<ul>
<li>Reparaturmanagement</li>
<li>Instrumentenmanagement</li>
<li>Servicemanagement</li>
<li>Qualitätsmanagement</li>
<li>Kommunikations- und Konfliktfähigkeit</li>
<li>Logistik</li>
<li>Warenbewirtschaftung</li>
</ul>
<p>Vermutlich (hoffentlich) werden hier auch Computertechnische Kompetenzen einbezogen, ganz klassisch die Office-Programme, allerdings auch ein sicherer Umgang mit dem Computer allgemein und der IT-Sicherheit sollte in jeder Neuordnung oder in jedem neuen Ausbildungsberuf ihren Platz finden. (Dies ist natürlich nur unsere Meinung 😅)</p>
<h2>Wann wird der neue Ausbildungsberuf kommen?</h2>
<p>Die Frage ist: Wird er überhaupt kommen. Wie oben schon erwähnt geht es hier nur um ein Forschungsprojekt das von Sozialpartnern und der Politik angestoßen wurde und jetzt beendet ist. Der Abschlussbericht wurde veröffentlicht und den entsprechenden Stellen zugestellt. Diese entscheiden, ob es nun Sinn ergibt, sich weiter mit der Thematik zu beschäftigen. Mögliche Szenarien:</p>
<ul>
<li>Der neue Ausbildungsberuf kommt</li>
<li>Der Gedanke des neuen Ausbildungsberufs wird verworfen</li>
<li>Die Inhalte werden, durch eine Neuordnung, in einen bestehenden Ausbildungsberuf integriert</li>
</ul>
<p>Wir halten euch auf dem Laufenden 😎🧐</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ausbildung &#8211; so prüfst du die Eignung deines Unternehmens</title>
		<link>https://ada2go.de/ausbildung-so-pruefst-du-die-eignung-deines-unternehmens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2021 06:20:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 1: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E]]></category>
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					<description><![CDATA[Das ist wichtig: Art und Einrichtung deines Unternehmens ✔ Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze oder zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte ✔ Verhältnis zur Zahl der Ausbildenden/ Ausbilder ✔ Eignung des Ausbildungspersonals ✔ Ausbildungsplan ✔]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Huhu,</p>
<p>weiter geht es mit einem Artikel im Rahmen des Specials „Projekt: Ausbildung“. Nachdem ich dir zunächst verraten habe, wie du <strong>eine Analyse der Erwartungen</strong> aller Beteiligten der Ausbildung vornimmst, möchte ich dir heute verraten, wie dein Unternehmen geeignet sein muss, damit du ausbilden darfst.</p>
<h2>Wo wird die Eignung der Ausbildungsstätte geregelt?</h2>
<ul>
<li>Ganz allgemeine Hinweise findest du in Paragraf 27 Eignung der Ausbildungsstätte &#8211; <strong>Berufsbildungsgesetz</strong> (<strong>BBiG</strong>).</li>
<li>Du solltest auch unbedingt einen Blick in Paragraf 28 Menschengerechte Gestaltung der Arbeit – Gesetz zum Schutze der arbeitenden Jugend (<strong>Jugendarbeitsschutzgesetz &#8211; JArbSchG</strong>) werfen.</li>
<li>Natürlich müssen auch Regelungen wie der <strong>Arbeitsschutzgesetz</strong> (<strong>ArbSchG</strong>) und die <strong>Bildschirmarbeitsverordnung</strong> (<strong>BildscharbV</strong>) eingehalten werden.</li>
<li>In Fällen wie der Ausbildung von Auszubildenden mit besonderen Eigenschaften (z. B. bei Schwangeren, Müttern, Schwerbehinderten, berufsrelevanten Krankheiten) müssen noch weitere Besonderheiten beachtet werden.</li>
</ul>
<h2>Worauf achtet die zuständige Stelle besonders?</h2>
<p>Bei der Prüfung deines Unternehmens auf Eignung werden besonders folgende Punkte unter die Lupe genommen:</p>
<h3>Ist die Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung geeignet?</h3>
<p>Das klingt vielleicht etwas hochtrabend, aber ganz banal wird im ersten Schritt geprüft, ob dein Unternehmen an sich überhaupt geeignet ist, den jeweiligen Beruf auszubilden. Wie auch beim Ziel der Berufsausbildung wird geprüft, ob du alle erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse vermitteln kannst.</p>
<p>Sofern du nicht völlig auf Abwegen bist, sollte dieser Punkt schnell abgehakt sein.</p>
<p>Als Friseur eine Fachverkäufer/in für den Bereich Lebensmittelhandwerk &#8211; insbesondere Fleischerei auszubildenden, wird wahrscheinlich nicht möglich sein. Aber eine Bürokauffrau in einem Handwerksbetrieb ist hingegen kein Problem.</p>
<p>Nachdem klar ist, dass die Art deines Unternehmens passt, wird die Einrichtung geprüft. Du bekommst das okay, wenn alle für die jeweilige Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel wie</p>
<ul>
<li>Computer,</li>
<li>Maschinen,</li>
<li>Werkzeuge und</li>
<li>sonstige Geräte</li>
</ul>
<p>vorhanden sind.</p>
<p>Sollte dir wichtige Betriebsausstattung fehlen, kannst du mit dem Ausbildungsberater der zuständigen Stelle im Normalfall eine Frist vereinbaren, in der du die fehlenden Dinge beschaffen kannst. Da vor allem Maschinen und Geräte sehr preisintensiver sind, lohnt sich der Kauf aus zweiter Hand. Bei Betriebsauflösungen und so etwas kann man beispielsweise selbst ein Förderband gebraucht kaufen &#8211; es gibt also nichts, was es nichts gibt. Mein Mann hat zum Beispiel bei der Auflösung eines Bildungsträgers Tische, Stühle, Computer, Monitore etc. super günstig erstanden und konnte so ein ganzes Büro einrichten.</p>
<h4>Es gibt eine Ausnahme: Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte</h4>
<p>Laut dem Berufsbildungsgesetz gilt dein Unternehmen auch dann als geeignet, wenn die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zwar nicht im vollen Umfang vor Ort vermittelt werden können, aber durch Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte. Du kannst beispielsweise mit Bildungsträgern oder anderen Unternehmen kooperieren, um diese Vorgabe zu erfüllen. Wichtig ist nur, dass du immer daran denkst: <strong>Alle Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten laut Ausbildungsrahmenplan der jeweiligen Ausbildungsordnung müssen zwingend vermittelt werden!</strong></p>
<h3>Steht die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze oder zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte?</h3>
<p>Den Punkt &#8222;Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze&#8220; kannst du normalerweise abhaken, wenn dein Auszubildender einen eigenen Arbeitsplatz haben wird.</p>
<p>Der Punkt &#8222;Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte&#8220; ist leider im Berufsbildungsgesetz etwas schwammig formuliert. Eine genaue Definition findet sich allerdings in der Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung vom 16. Dezember 2015 zur Eignung der Ausbildungsstätten. Dort steht:</p>
<blockquote><p>Als angemessenes Verhältnis der Zahl der Auszubildenden zur Zahl der Fachkräfte im Sinne von <strong>§ 27 Absatz 1 Nummer 2 BBiG</strong>,<strong> § 21 Absatz 1 Nummer 2 HwO</strong> gilt in der Regel:</p>
<ul>
<li>eine bis zwei Fachkräfte = eine Auszubildende/ein Auszubildender</li>
<li>drei bis fünf Fachkräfte = zwei Auszubildende</li>
<li>sechs bis acht Fachkräfte = drei Auszubildende</li>
<li>je weitere drei Fachkräfte = eine weitere Auszubildende/ein weiterer Auszubildender</li>
</ul>
<p>Diese Relationen muss kontinuierlich während des gesamten Ausbildungsgangs bestehen.</p></blockquote>
<p>Abweichungen von diesen Relationen sind allerdings in Einzelfällen mit Zustimmung der zuständigen Stelle (in deinem Fall wahrscheinlich IHK oder HWK) zulässig.</p>
<h3>Steht die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbilder?</h3>
<p>Es gibt noch einen weiteren wichtigen Punkt, der allerdings ebenfalls nur in der eben erwähnten Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung zu finden ist: das Verhältnis von Ausbildern und Auszubildenden.</p>
<ul>
<li>Ein nebenberuflicher Ausbilder darf nicht mehr als drei Auszubildende ausbilden.</li>
<li>Ein hauptberuflicher Ausbilder darf nicht mehr als 16 Auszubildende in einer Gruppe unmittelbar selbst ausbilden.</li>
</ul>
<p>Nebenberuflich bedeutet in dem Fall, dass ein Ausbilder neben seiner Ausbildertätigkeit auch seiner normalen beruflichen Tätigkeit nachgeht. Das wird bei dir der Fall sein, wenn du ausbildest und parallel deinem Kerngeschäft nachgehst.</p>
<h2>Ist geeignetes Ausbildungspersonal vorhanden?</h2>
<p>Wenn du als Ausbildender selbst ausbilden möchtest, muss du fachlich geeignet und persönlich geeignet sein. Wenn du einen Ausbilder einstellst, muss dieser fachlich und persönlich geeignet sein &#8211; bei dir reicht die persönliche Eignung.</p>
<p>Da ich darüber schon ausführlich geschrieben habe, verlinke ich dir die entsprechenden Lexikon-Einträge mal:</p>
<ul>
<li><a href="https://ada2go.de/28-eignung-von-ausbildenden-und-ausbildern-oder-ausbilderinnen-berufsbildungsgesetz-bbig/">§ 28 Eignung von Ausbildenden und Ausbildern oder Ausbilderinnen &#8211; Berufsbildungsgesetz (BBiG)</a></li>
<li><a href="https://ada2go.de/29-personliche-eignung-berufsbildungsgesetz-bbig/">§ 29 Persönliche Eignung &#8211; Berufsbildungsgesetz (BBiG)</a></li>
<li><a href="https://ada2go.de/30-fachliche-eignung-berufsbildungsgesetz-bbig/">§ 30 Fachliche Eignung &#8211; Berufsbildungsgesetz (BBiG)</a></li>
<li><a href="https://ada2go.de/25-verbot-der-beschaftigung-durch-bestimmte-personen-jugendarbeitsschutzgesetz-jarbschg/">§ 25 Verbot der Beschäftigung durch bestimmte Personen &#8211; Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)</a></li>
</ul>
<h2>Ist ein betrieblicher Ausbildungsplan vorhanden?</h2>
<p>Du bist verpflichtet, einen betrieblichen Ausbildungsplan zu erstellen, in dem du darlegst, wie du die alle erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten systematisch und unter Berücksichtigung</p>
<ul>
<li>der Arbeits- und Geschäftsprozesse,</li>
<li>der betrieblichen Anforderungen und</li>
<li>der individuellen Lernvoraussetzungen von Auszubildenden</li>
</ul>
<p>planst. Nach der oben erwähnten Empfehlung muss dieser Ausbildungsplan folgende Angaben umfassen:</p>
<ul>
<li>den konkreten Ausbildungsplatz,</li>
<li>die Ausbildungsabschnitte,</li>
<li>die zu vermittelnden Ausbildungsinhalte und</li>
<li>die zugeordneten Ausbildungszeiten.</li>
</ul>
<p>Oder kurz gesagt: Was? Wann? Wo?</p>
<p>Wenn dies alles gegeben ist, steht der weiteren Planung des Ausbildungsstarts normalerweise nichts mehr entgegen. Hast du Fragen oder ist etwas unklar? Immer ab damit in die Kommentare oder in unser <a href="https://ada2go.de/kontakt/">Kontaktformular</a>!</p>
<h4><strong>Quellenangaben und Hinweise:</strong></h4>
<ul>
<li>1 | Bundesinstitut für Berufsbildung: Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung vom 16. Dezember 2015 zur Eignung der Ausbildungsstätten, auf: <a href="https://www.bibb.de/dokumente/pdf/HA162.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://www.bibb.de/dokumente/pdf/HA162.pdf</a>; abgerufen am 17. August 2018. Diese Empfehlung wurde erstmals 1972 herausgegeben.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Ausbilder-Eignungsverordnung in Zahlen und Fakten</title>
		<link>https://ada2go.de/die-ausbilder-eignungsverordnung-in-zahlen-und-fakten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 May 2021 06:30:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 1: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[A]]></category>
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					<description><![CDATA[Das erfährst du: Wie heißt die Prüfung korrekt? ✔ Wo ist der Ablauf der Ausbildereignungsprüfung geregelt? Seit wann gibt es die Ausbilder-Eignungsverordnung? ✔ Was ist in der jetzigen Fassung neu? ✔ Wie viele Handlungsfelder umfasst die AEVO? ✔]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weißt du was richtig doof ist? Wenn du die AEVO Prüfung schriftlich bereits mit Bravour gemeistert hast und auch die praktische Durchführung einer Unterweisungseinheit oder Präsentation super vorgetragen hast und dann im Fachgespräch direkt bei der ersten Frage nervös wirst. 🙁</p>
<h2>&#8222;Warum sind Sie heute hier?&#8220;</h2>
<p>&#8230; ist so eine herrliche Einstiegsfrage, die dich aber schnell scheitern lässt, wenn du nun so etwas sagst wie:</p>
<ol>
<li>Weil ich muss &#8230; 😉</li>
<li>Weil ich Ausbilder werden will &#8230;</li>
<li>Weil ich die AdA Prüfung ablege &#8230;</li>
</ol>
<p>Okay, okay, bei 2. und 3. wärst du nicht direkt raus &#8211; aber die Prüfer würden anfangen zu bohren &#8230; Denn wie heißt die Prüfung denn? <strong>AdA Prüfung, AEVO Prüfung, Ausbilderprüfung, Ausbilderschein</strong> &#8230; es gibt so viele Bezeichnungen dafür, dass man schnell vergisst, wie der korrekte Name dafür lautet.</p>
<p>Die korrekte Antwort wäre: Ich bin heute hier, um die Ausbildereignungsprüfung abzulegen.</p>
<p>Ein Hinweis am Rande: AdA steht für <strong>Ausbildung der Ausbilder</strong>.</p>
<h2>&#8222;Wo wird denn der Ablauf der Ausbildereignungsprüfung geregelt?&#8220;</h2>
<p><em>Hochdeutscher wäre vermutlich die Formulierung: Auf Grundlage welcher Verordnung erfolgt die Ausbildereignungsprüfung?</em></p>
<p>Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das Ding oft AEVO genannt. Auch ich benutze das Wort, weil es so geläufig ist und viele Leser danach suchen. Trotzdem ist es eigentlich falsch. Die korrekte Antwort wäre: Die rechtliche Grundlage ist die Ausbilder-Eignungsverordnung.</p>
<p>Wenn du die Verordnung mal selbst durchsuchst, wirst du nirgends den Begriff AEVO finden. Also schön aufpassen, was du in der praktischen Prüfung sagst und in deinem Entwurf schreibst. 🙂</p>
<p><strong>Fun-Facts am Rande:</strong></p>
<ul>
<li>Die Abkürzung AEVO war wirklich mal korrekt &#8211; allerdings für die Arbeitserlaubnisverordnung. Es handelte sich dabei um eine aufenthaltsrechtliche Regelung, welche durch das Inkrafttreten der Verordnung über die Arbeitsgenehmigung für ausländische Arbeitnehmer (Arbeitsgenehmigungsverordnung &#8211; ArGV) außer Kraft gesetzt wurde.</li>
<li>Trotzdem wird die Abkürzung AEVO teilweise von offiziellen Stellen zum Verweis auf die Ausbilder-Eignungsverordnung genutzt.</li>
<li>Auch die Abkürzung AusbEignV ist nicht amtlich.</li>
</ul>
<h2>&#8222;Seit wann gibt es die Ausbilder-Eignungsverordnung?&#8220;</h2>
<p>Knifflige Frage. Die erste Fassung der Ausbilder-Eignungsverordnung trat im Jahre <strong>1972</strong> in Kraft. Damals galt sie lediglich für Berufsausbildungen in der gewerblichen Wirtschaft. Durch den stetigen Wandel der Arbeitswelt wurde der Bedarf nach Fachkräften, die berufliche Handlungen selbstständig planen, durchführen und kontrollieren können ab den 1980er Jahren immer größer. Daher wurde die damalige Version entsprechend überarbeitet und trat <strong>1998</strong> in Kraft und wurde <strong>1999</strong> auf weitere Branchen ausgeweitet.</p>
<p>Nach der Jahrtausendwende kam es zu einer Krise des Ausbildungsstellenmarktes, weshalb eine Ausbildungsoffensive gestartet wurde. Hierfür wurde die Ausbilder-Eignungsverordnung kurzfristig ausgesetzt, wodurch vor allem kleinere Unternehmen motiviert werden sollten, mehr auszubilden. Wie das ausging, kannst du dir wahrscheinlich vorstellen. Es gab zwar einen kleinen Anstieg der geschlossenen Ausbildungsverträge, aber parallel sank die Ausbildungsqualität und stieg die Zahl der Ausbildungsabbrüche. Daher wurde die Ausbilder-Eignungsverordnung abermals novelliert und trat letztlich im Jahr <strong>2009</strong> in Kraft.</p>
<p>Die korrekte Antwort wäre: Die jetzige Fassung der Ausbilder-Eignungsverordnung stammt aus dem Jahre 2009.</p>
<h2>Was war neu in dieser Fassung?</h2>
<ul>
<li>Die Handlungsfelder wurden von sieben auf vier reduziert.</li>
<li>Die Ausrichtung ist nun so, dass Ausbilder sich weniger als Lehrer, sondern mehr als Lernprozessbegleiter verstehen sollen.</li>
<li>Die Ausbildung soll sich in Bezug zu realen betrieblichen Arbeits- und Geschäftsprozessen durchgeführt werden.</li>
<li>Es gibt das neue Thema &#8222;Teile der Ausbildung im Ausland durchführen&#8220;.</li>
</ul>
<h2>&#8222;Wie viele Handlungsfelder sieht die Ausbilder-Eignungsverordnung vor? Wie heißen sie?&#8220;</h2>
<p>Vier.</p>
<ol>
<li>Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen</li>
<li>Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken</li>
<li>Ausbildung durchführen</li>
<li>Ausbildung abschließen</li>
</ol>
<p>Jap, du solltest die Namen der Handlungsfelder auch kennen. 🙂</p>
<h3>Zusammenfassung</h3>
<p>Welche Zahlen und Fakten solltest du unbedingt kennen?</p>
<ul>
<li>Du legst die Ausbildereignungsprüfung ab.</li>
<li>Deren Ablauf wird in der Ausbilder-Eignungsverordnung geregelt.</li>
<li>Die aktuellste Fassung stammt aus dem Jahre 2009.</li>
<li>Es gibt darin vier Handlungsfelder.</li>
<li>Ziel ist, dass Ausbilder sich als Lernprozessbegleiter verstehen, die reale betriebliche Arbeits- und Geschäftsprozesse für die Ausbildung bemühen.</li>
</ul>
<p><div class='et-box et-bio'>
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<p><strong>Quellen und Verweise:</strong></p>
<p>Vergleich der (nicht vorhandenen Abkürzungen der) Ausbilder-Eignungsverordnung:</p>
<ul>
<li>offizielle Version aus dem Bundesgesetzblatt: <a href="https://www.bibb.de/dokumente/pdf/ausbilder_eignungsverordnung.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://www.bibb.de/dokumente/pdf/ausbilder_eignungsverordnung.pdf</a></li>
<li>Version von juris: <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ausbeignv_2009/BJNR008800009.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ausbeignv_2009/BJNR008800009.html</a></li>
<li>Deutsche Anwaltshotline: Arbeitserlaubnisverordnung &#8211; Informationen und Rechtsberatung, auf: <a href="https://www.dahag.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.dahag.de/</a>; abgerufen am 28. April 2021</li>
<li>Die Ausbilder-Eignungsverordnung von 1972: <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl172s0707.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl172s0707.pdf%27%5D__1539080584092" target="_blank" rel="noopener">https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav</a>; abgerufen am 28. April 2021</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Beliebte Ausbildungsberufe 2017 &#8211; welche Berufe waren im Trend?</title>
		<link>https://ada2go.de/beliebte-ausbildungsberufe-2017-welche-berufe-waren-im-trend/</link>
					<comments>https://ada2go.de/beliebte-ausbildungsberufe-2017-welche-berufe-waren-im-trend/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katja Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2021 06:59:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ada2go.de/?p=7426</guid>

					<description><![CDATA[Für welche Ausbildungsberufe wurden 2017 die meisten Ausbildungsverträge geschlossen? ✔ Bei Männern beliebte Ausbildungsberufe ✔ Bei Frauen beliebte Ausbildungsberufe ✔ Bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebte Ausbildungsberufe ✔ Meine persönliche Kritik]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hallöchen!</p>
<p>Seit einigen Wochen läuft die Bewerbersuche auf Hochtouren, doch in Gesprächen mit Ausbildern und Personalverantwortlichen zeichnet sich jetzt schon ab, dass einige Ausbildungsplätze frei bleiben werden. Vor allem das Handwerk, aber auch Pflegeberufe sind Branchen, die nicht so viele Interessenten anziehen, wie es sollte. Daher möchte ich folgenden Fragen auf den Grund gehen:</p>
<ul>
<li>Welche Ausbildungsberufe sind besonders beliebt?</li>
<li>Welche Ausbildungsberufe sind unbeliebt?</li>
<li>Aus welchen Gründen wählen junge Menschen einen Beruf?</li>
<li>Welche Einflussfaktoren beeinflussen Angebot und Nachfrage von Ausbildungsplätzen?</li>
</ul>
<p><a href="https://ada2go.de/warum-das-image-eures-unternehmens-das-ausbildungsmarketing-beeinflusst/">Hier findest du übrigens unseren Artikel zum Thema &#8222;Warum das Image deines Unternehmens das Ausbildungsmarketing beeinflusst&#8220;.</a></p>
<h2>Rangliste 2017 der Ausbildungsberufe &#8211; wie entstehen solche Statistiken?</h2>
<p>Im Normalfall werden hierfür Statistiken über die Neuabschlüsse von Ausbildungsverträgen in Deutschland bemüht. Das BIBB veröffentlicht beispielsweise regelmäßig Analysen zum Ausbildungsmarkt, aus denen solche Daten hervorgehen. Eine weitere Möglichkeit sind Umfragen unter jungen Menschen, bei denen sie zu ihren Interessen und geplanten Ausbildungsberufen befragt werden.</p>
<h3>Für welche Ausbildungsberufe wurden 2017 die meisten Ausbildungsverträge geschlossen?</h3>
<p>Die Top 10 der Ausbildungsberufe sieht wie folgt aus:<span id='easy-footnote-2-7426' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href="https://ada2go.de/beliebte-ausbildungsberufe-2017-welche-berufe-waren-im-trend/#easy-footnote-bottom-2-7426" title="Quelle: BIBB: Rangliste 2017 der Ausbildungsberufe nach Anzahl der Neuabschlüsse, auf: &lt;a href=&quot;https://www.bibb.de/de/68754.php&quot;&gt;https://www.bibb.de/de/68754.php&lt;/a&gt;; abgerufen am 27. April 2021)"><sup>2</sup></a></span></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Kaufmann/ -frau für Büromanagement</td>
<td>28.653</td>
</tr>
<tr>
<td>Kaufmann/-frau im Einzelhandel</td>
<td>24.474</td>
</tr>
<tr>
<td>Verkäufer/-in</td>
<td>22.680</td>
</tr>
<tr>
<td>Kraftfahrzeugmechatroniker/-in</td>
<td>22.221</td>
</tr>
<tr>
<td>Industriekaufmann/-frau</td>
<td>17.829</td>
</tr>
<tr>
<td>Medizinischer Fachangestellte/-r</td>
<td>16.281</td>
</tr>
<tr>
<td>Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel</td>
<td>14.340</td>
</tr>
<tr>
<td>Elektroniker/-in</td>
<td>13.974</td>
</tr>
<tr>
<td>Fachinformatiker/-in</td>
<td>13.077</td>
</tr>
<tr>
<td>Zahnmedizinischer Fachangestellte/-r</td>
<td>12.891</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Spannend ist hierbei, dass Berufe wie</p>
<ul>
<li>Kaufmann/ -frau für Büromanagement</li>
<li>Verkäufer/-in</li>
<li>Industriekaufmann/-frau und</li>
<li>Elektroniker/-in</li>
</ul>
<p>keine Plätze eingebüßt haben, wohingegen der Beruf Zahnmedizinischer Fachangestellte/-r drei Plätze in der Rangliste eingebüßt hat.</p>
<h3>Welche Berufe werden vorrangig mit Männern oder Frauen besetzt?</h3>
<p>Ebenso spannend ist ein Blick auf weiblich- und männlich-dominierte Berufe. Der Übersicht halber habe ich für die folgende Auflistung lediglich Berufe mit mehr als 1.000 Neuabschlüssen ausgewählt. Eine vollständige Auflistung findest du unter dem Link der Quelle.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Bei Männern beliebte Ausbildungsberufe</th>
<th>Bei Frauen beliebte Ausbildungsberufe</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>
<ul>
<li>Tiefbaufacharbeiter/-in</li>
<li>Hochbaufacharbeiter/-in</li>
<li>Straßenbauer/-in</li>
<li>Maurer/-in</li>
<li>Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik</li>
<li>Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/-in</li>
<li>Dachdecker/-in</li>
<li>Mechatroniker/-in für Kältetechnik</li>
<li>Metallbauer/-in</li>
<li>Elektroniker/-in</li>
<li>Zimmerer/ Zimmerin</li>
<li>Land- und Baumaschinenmechatroniker/ -in</li>
<li>Anlagenmechaniker/-in</li>
<li>Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in</li>
<li>Informations- und Telekommunikationssystem-Elektroniker/-in</li>
<li>Konstruktionsmechaniker/-in</li>
<li>Kraftfahrzeugmechatroniker/-in</li>
<li>Fachkraft für Metalltechnik</li>
<li>Elektroniker/-in für Betriebstechnik</li>
<li>Feinwerkmechaniker/-in</li>
</ul>
</td>
<td>
<ul>
<li>Zahnmedizinischer Fachangestellte/-r</li>
<li>Medizinischer Fachangestellte/-r</li>
<li>Florist/-in</li>
<li>Tiermedizinischer Fachangestellter/-e</li>
<li>Rechtsanwaltsfachangestellter/ Rechtsanwaltsfachangestellte</li>
<li>Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter/ Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte</li>
<li>Hauswirtschafter/-in</li>
<li>Drogist/-in</li>
<li>Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter/ Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte</li>
<li>Tourismuskaufmann/-frau (Kaufmann/-frau für Privat- und Geschäftsreisen)</li>
<li>Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk</li>
<li>Konditor/-in</li>
<li>Friseur/-in</li>
<li>Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen</li>
<li>Kaufmann/ -frau für Büromanagement</li>
<li>Sozialversicherungsfachangestellter/ Sozialversicherungsfachangestellte</li>
<li>Verwaltungsfachangestellter/ Verwaltungsfachangestellte</li>
<li>Augenoptiker/-in</li>
<li>Steuerfachangestellter/ Steuerfachangestellte</li>
<li>Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Bei welchen Ausbildungsberufen ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ausgeglichen?</h3>
<p>Auch bei diesen Berufen habe ich lediglich Neuabschlüsse von mehr als 1.000 berücksichtigt, um das Ganze etwas repräsentativer zu gestalten:</p>
<ul>
<li>Hotelfachmann/-frau</li>
<li>Kaufmann/-frau für Dialogmarketing</li>
<li>Industriekaufmann/-frau</li>
<li>Mediengestalter/-in Digital und Print</li>
<li>Hörakustiker/-in</li>
<li>Restaurantfachmann/-frau</li>
<li>Immobilienkaufmann/-frau</li>
<li>Zahntechniker/-in</li>
<li>Verkäufer/-in</li>
<li>Chemielaborant/-in</li>
<li>Bankkaufmann/-frau</li>
<li>Kaufmann/-frau im Einzelhandel</li>
<li>Bauzeichner/-in</li>
<li>Fachkraft im Gastgewerbe</li>
<li>Fachmann/-frau für Systemgastronomie</li>
<li>Sport- und Fitnesskaufmann/-frau</li>
<li>Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen</li>
</ul>
<p>Derartige Statistiken sind natürlich ein tolles Indiz, doch was sich selten darin widerspiegelt ist beispielsweise das Problem von Ausbildungsabbrüchen. Der Beruf Koch/ Köchin liegt beispielsweise auf Platz 16 der beliebtesten Ausbildungsberufe &#8211; doch die Zahl der <strong>Ausbildungsabbrüche</strong> liegt in diesem Beruf auch bei satten 48,1 Prozent<span id='easy-footnote-3-7426' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href="https://ada2go.de/beliebte-ausbildungsberufe-2017-welche-berufe-waren-im-trend/#easy-footnote-bottom-3-7426" title="Quelle: Berufsbildungsbericht 2017, auf: &lt;a href=&quot;https://www.bmbf.de/pub/Berufsbildungsbericht_2017.pdf&quot;&gt;https://www.bmbf.de/pub/Berufsbildungsbericht_2017.pdf&lt;/a&gt; – S. 76 und 77; abgerufen am 28. März 2018"><sup>3</sup></a></span>. Jede zweite Ausbildung wird also vorzeitig aufgelöst. Wie ich bereits in meinem Artikel &#8222;<a href="https://ada2go.de/ausbildungsmarketing-ausbildungsplaetze-unbesetzt/">Warum das Image eures Unternehmens das Ausbildungsmarketing beeinflusst</a>&#8220; darlegte, können die Gründe hierfür ganz vielschichtig sein &#8211; doch Fakt ist, dass von den 9.219 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen etwa 4.400 vorzeitig gelöst werden und die jungen Menschen eventuell in einem anderen Beruf Fuß fassen. Darüber hinaus sagt die Zahl der Berufsausbildungsabschlüsse wenig darüber aus, wie begehrt der Beruf eigentlich wirklich ist und wie gerne ihn die Jungen Menschen antreten. Wenn ich mir die Top-Listen so ansehe, sind das alles sehr klassische und bekannte Berufe. Oder anders gesagt: Berufe, die wahrscheinlich im persönlichen Umfeld häufig ausgeübt werden und deshalb ebenfalls gelernt werden. Ob das wirklich der Wunschberuf ist, für das Herz der Auszubildenden schlägt, ist fraglich.</p>
<p>Was mich wirklich überrascht hat ist die Tatsache, dass sehr zukunftsträchtige Berufe, wie der des IT-Systemkaufmannes und andere Berufe in der IT-Branche zwar im ersten Drittel zu finden sind, aber deutlich weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen werden, als ich erwartet hätte. Dabei ist ein Ende des Internet-Booms nicht abzusehen und mit derartigen Berufen sind junge Menschen bestens für die künftigen Entwicklungen gewappnet. Davon abgesehen bieten die meisten dieser Berufe eine breite Palette an Entwicklungsmöglichkeiten. Egal ob im Bereich Programmierung, Projektmanagement, Kundenberatung oder zum Beispiel in der Online-Marketing-Beratung &#8211; IT-Berufe bieten gute Zukunftschancen und viele Einsatzmöglichkeiten. Daher bin ich gespannt, ob diese Berufe in den Statistiken für die nächsten Jahre häufiger vertreten sind.</p>
<p>Stünde ich vor der Wahl, würde ich mich zumindest für einen derartigen Beruf entscheiden &#8211; so hätte ich mir wahrscheinlich viele Stunden des Zusammensammelns von Informationen und Anleitungen für mein Online-Business erspart. Warum ich stattdessen Bürokauffrau wurde und wie es danach weiterging, erzähle ich in einem der nächsten Artikel zum Thema Berufswahl. 🙂</p>
<p>Liebe Grüße,</p>
<p>Katja</p>
<p>Findet sich dein erlernter Beruf in den Top 10 wieder? Welchen Beruf würdest du einem jungen Menschen empfehlen? Ich freu mich auf deinen Kommentar!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Warum das Image eures Unternehmens das Ausbildungsmarketing beeinflusst</title>
		<link>https://ada2go.de/warum-das-image-eures-unternehmens-das-ausbildungsmarketing-beeinflusst/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 May 2021 06:59:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[A]]></category>
		<category><![CDATA[I]]></category>
		<category><![CDATA[M]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Zusammenhang von Image und Bewerberzahl ✔ Verbesserung der Arbeitsbedingungen ✔ Modernes Ausbildungsmarketing ✔ Zeigt wer ihr seid und was ihr bietet ✔ Recruitingfilme / Recruitingvideos ✔ Auszubildende sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse ✔]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Huhu 🙂</p>
<blockquote><p>&#8222;Was, in dem Betrieb arbeitest du???&#8220;</p>
<p>&#8222;Wir finden keine Auszubildenden! Die jungen Leute haben einfach keine Lust mehr auf Arbeit!&#8220;</p></blockquote>
<h2>Fragst du dich, was diese beiden Aussagen miteinander zu tun haben?</h2>
<p>Im Ausbildungsjahr vor Corona konnten knapp 48.937 Ausbildungsstellen nicht besetzt werden. Dem gegenüber stehen allerdings 23.712, beim Arbeitsamt gemeldete, Bewerber für Berufsausbildungsstellen. Sehr seltsam, oder? Fast 50.000 freie Lehrstellen, und trotzdem so viele arbeitssuchende junge Menschen?</p>
<p>Natürlich könnte man jetzt ganz einfach sagen:</p>
<ul>
<li>Die sind einfach zu faul zum Arbeiten</li>
<li>Die jungen Leute sind zu verwöhnt</li>
<li>Von denen will sich keiner mehr die Hände schmutzig machen</li>
</ul>
<p>Aber vielleicht ist die Lösung viel komplexer? Dieser Frage möchte ich hier auf den Grund gehen.</p>
<h3>Ein Blick in die Statistik</h3>
<p>Ich kann mich nur gut erinnern, dass 2017 die magische Zahl 48.937 wie ein Schreckgespenst durch die Medienwelt waberte. Mit einem Aufschrei verbreiteten Fernsehsender und Radios, wie viele freie Ausbildungsplätze es gäbe. Wenn man sich im Vergleich dazu aber mal ansieht, wie viele Ausbildungsplätze besetzt wurden bzw. wie viele junge Menschen erfolgreich einen Ausbildungsplatz gefunden habe, wirkt das ganze schon mal etwas angenehmer:</p>
<ul>
<li>547.824 Bewerber für Berufsausbildungsstellen</li>
<li>549.785 gemeldete Berufsausbildungsstellen</li>
<li>524.112 versorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen</li>
</ul>
<p>Soooooo faul und unnütz sind die jungen Menschen also gar nicht?</p>
<h2>Wie könnte man die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze senken? Oder auch: Was können Ausbildungsbetriebe tun?</h2>
<p>Vielleicht bist du gleich überrascht &#8211; aber die Antworten auf die Frage, was man gegen die hohe Zahl der freien Ausbildungsplätze tun kann, sind im Grunde total banal.</p>
<h3>1. Eine Analyse der Ist-Situation</h3>
<p>Schaut man sich an, in welchen Branchen die meisten Ausbildungsplätze freigeblieben sind,</p>
<p>kommt man auf diese Top 3:</p>
<ul>
<li>Handwerk</li>
<li>Einzelhandel</li>
<li>Gastronomie</li>
</ul>
<p>Oder anders gesagt: die Jobs mit der größten Arbeitsunzufriedenheit und der höchsten Zahl an Ausbildungsabbrüchen. Obwohl mehrere Studien inzwischen die folgenden fünf Hauptgründe für Probleme anführen:</p>
<ol>
<li>Konflikte mit Ausbildern,</li>
<li>eine mangelhafte Ausbildungsqualität und</li>
<li>schlechte Arbeitsbedingungen</li>
<li>Ursache 4 und 5 folgen gleich</li>
</ol>
<p>wird der schwarze Peter in der Öffentlichkeit doch viel zu oft den jungen Menschen zugeschoben.</p>
<h3>2. Verbesserung der Arbeitsbedingungen</h3>
<p>Daher solltest auch du als Ausbilder mal kritisch hinterfragen, welche Arbeitsbedingungen ihr bietet. Nicht nur den Auszubildenden, sondern auch den Fachkräften. Dir muss bewusst sein, dass jeder eurer Mitarbeiter &#8211; von Aushilfen, über Mini-Jobber bis hin zu Führungskräften, Aushängeschilder für euer Unternehmen sind. Zufriedene Mitarbeiter sprechen positiv über ihr Unternehmen und ziehen entsprechend gute Mitarbeiter an. Umso wichtiger ist es, das eigene Personal zu hegen und zu pflegen.</p>
<p>Zwar sind Worte wie Auszubildenden- und Fachkräftemangel in aller Munde, aber die Konsequenz daraus, dass potenzielle Mitarbeiter sich nicht mehr bewerben, sondern Unternehmen um sie werben müssen, ist noch nicht überall angekommen.</p>
<h4>Der Zusammenhang von Image und Bewerberzahl</h4>
<p>Du wirst es dir schon denken können, aber daher beeinflusst der Ruf deines Unternehmens den Erfolg oder Misserfolg des Ausbildungsmarketings maßgeblich.</p>
<ul>
<li>Je besser das Image eures Unternehmens, umso mehr geeignete Bewerber mit guten Voraussetzungen</li>
<li>Je schlechter das Image eures Unternehmens, desto mehr ungeeignete Bewerber zieht ihr an. Diese betrachten dein Unternehmen im schlimmsten Fall eher als Notnagel, bevor sie arbeitslos sind</li>
<li>Bei einem richtig miesen Image bleiben die erhofften Bewerbungen vielleicht sogar ganz aus</li>
</ul>
<h3>3. Modernes Ausbildungsmarketing</h3>
<p><strong>Was ist Ausbildungsmarketing? </strong>Die Bezeichnung Ausbildungsmarketing umfasst alle Maßnahmen zur Besetzung freier Ausbildungsplätze. Dazu gehören beispielsweise Anzeigen in Print- und anderen Medien, Tage der offenen Tür, euer Internetauftritt usw.</p>
<p>Vor allem mittelständische Unternehmen setzen sehr oft auf klassisches Ausbildungsmarketing &#8211; in Form von Werbung in der Zeitung. Das ist nicht falsch, bitte missverstehe mich nicht &#8211; aber einem muss bewusst sein, dass man damit nicht mehr unbedingt die jungen Menschen selbst erreicht, sondern meistens ihre Eltern und Großeltern. Nur noch etwa 21 Prozent der jungen Menschen lesen eine Tageszeitung! Aber 99 Prozent der jungen Menschen surfen zumindest gelegentlich im Internet.</p>
<p>Daher ist es unerlässlich darauf zu achten, wie das Unternehmensimage in den sozialen Medien und allgemein im Internet ist. Mein wichtigster Tipp daher ist: <strong>Google dich bzw. dein Unternehmen regelmäßig.</strong> Vor allem Bewertungsportale wie <a href="https://www.kununu.com/" target="_blank" rel="noopener">Kununu</a> aber auch soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram bergen die Gefahr, in ein schlechtes Licht gerückt zu werden. Während meiner Tätigkeit als Beraterin für Ausbildungsbetriebe habe ich bereits mehrfach erlebt, dass es Personalverantwortlichen sprichwörtlich schlecht wurde, als sie lasen, was im Internet über ihr Unternehmen geschrieben stand.</p>
<p><strong>Wie ist die Meinung über dein Unternehmen im Netz?</strong> Solltest du negative Dinge im Netz über dein Unternehmen entdecken, ist es keine Lösung, den Kopf in den Sand zu stecken! Wenn es die Möglichkeit gibt zu kommentieren, nutzt die Chance einer freundlichen, aber aussagekräftigen Stellungnahme zu den Vorwürfen.</p>
<h3>4. Zeigt, wer ihr seid und was ihr bietet</h3>
<p>Eine schöne Möglichkeit des Ausbildungsmarketings sind Recruitingvideos. Ein tolles Beispiel der Firma iwis aus München findest du auf <a href="https://www.netzfilm.de/employer-branding/" target="_blank" rel="noopener">https://www.netzfilm.de/employer-branding/</a>. Solche Recruitingfilme sind anders als Imagefilme keine Werbefilme für Produkte oder Leistungen, sondern zielen auf eine Darstellung des Unternehmens bzw. dessen Ausbildungsmöglichkeiten ab. Besonders spannend sind hier Kurzfilme aus Sicht der Auszubildenden &#8211; denn nichts ist aussagekräftiger als ein strahlender Auszubildender, der von seiner spannenden Arbeit in deinem Unternehmen erzählt. So räumt ihr auch direkt mit einem weiteren Grundproblem auf: falschen Berufsvorstellungen von jungen Menschen. Je ehrlicher der Einblick in dein Unternehmen, umso besser.</p>
<h3>5. Auszubildende sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse</h3>
<p>Wie ich oben bereits erwähnte, ist die Mitarbeiterpflege ungemein wichtig. Dazu zählt auch, als Ausbilder ein offenes Ohr für die persönlichen Belange der jungen Menschen zu haben und sie ernst zu nehmen. Ganz abgesehen davon solltest du Sätze wie &#8222;Lehrjahre sind keine Herrenjahre&#8220; aus deinem Vokabular löschen. Natürlich sollen die jungen Menschen wissen, dass Sie sich bestimmten Regeln und Normen in einem Unternehmen beugen müssen &#8211; aber das ganze sollte dennoch mit Respekt vonstattengehen.</p>
<p>Wie sieht es bei dir im Unternehmen aus? Hast du dich oder deinen Betrieb schonmal gegoogelt?</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Jugendwort des Jahres 2017 &#8211; verstehst du Teenager noch?</title>
		<link>https://ada2go.de/jugendwort-des-jahres-2017-verstehst-du-teenager-noch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2021 14:42:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Liste der Jugendwörter des Jahres 2017 ✔ Kannst du jedes Jugendwort des Jahres erklären? ✔ Jugendsprache erklärt ✔]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_0 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_0">
								<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">Hallöchen!</p>
<p>Bis eben dachte ich noch, dass ich relativ fit in der Jugendsprache sei. Aber im Rahmen einer Umfrage von YouGov zum Jugendwort des Jahres 2017 wurde mir klar: Alter, ich bin so uncool! *räusper* Ähm, ich meinte &#8222;Unfly!&#8220; &#8211; auch in meinen Kursfolien für den Kommunikationskurs und die Vorbereitung auf die Prüfung nach AEVO habe ich den &#8222;Jugend-Slang&#8220; in einigen Folien untergebracht.</p>
<p>Aber etwas Gutes hat es: Vermutlich geht es dir ähnlich und daher möchte ich diesen Artikel nutzen, um dir die potenziellen Unwörter ähh Jugendwörter des Jahres 2017 vorzustellen. Für den Artikel haben wir tatsächlich 2017 gewählt, weil die Worte für &#8222;große&#8220; ganz lustig klingen und ich persönlich &#8222;I bims&#8220; ganz witzig finde! 😉 Vielleicht kommt ja bald noch ein 2020 oder 2021 Update 😉</p>
<p>Ein kleiner Schwank zum Thema von ada2go: Natürlich ist es auch als ausbildendes Personal wichtig, die Worte zumindest zu kenne!</p>
<h2>Jugendwort des Jahres 2017 &#8211; diese Phrasen standen zur Auswahl</h2>
<p>Gewonnen haben übrigens:</p>
<ol>
<li>I bims</li>
<li>napflixen</li>
<li>tinderjährig</li>
</ol>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Wort/ Phrase</th>
<th>Bedeutung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Ahnma</td>
<td>versuche es zu verstehen</td>
</tr>
<tr>
<td>belastend</td>
<td>unschön, unangenehm</td>
</tr>
<tr>
<td>Bruh</td>
<td>neue Form von Bro bzw. Bruder</td>
</tr>
<tr>
<td>Dab</td>
<td>eine Art Tanzfigur oder Bewegung, bei der eine Hand vor das Gesicht und die andere schräg nach oben gehalten wird</td>
</tr>
<tr>
<td>emojionslos</td>
<td>Nachricht ohne Emojis</td>
</tr>
<tr>
<td>fermentieren</td>
<td>kontrolliertes gammeln</td>
</tr>
<tr>
<td>fernschimmeln</td>
<td>nicht am gewohnten Platz herumhängen bzw. chillen</td>
</tr>
<tr>
<td>gefresht</td>
<td>kein Durst oder Hunger</td>
</tr>
<tr>
<td>GEGE</td>
<td>an die Gamersprache angelehnt &#8211; soll Zufriedenheit ausdrücken</td>
</tr>
<tr>
<td>geht fit</td>
<td>geht klar bzw. in Ordnung</td>
</tr>
<tr>
<td>I bims</td>
<td>ich bins</td>
</tr>
<tr>
<td>lit</td>
<td>sehr cool</td>
</tr>
<tr>
<td>looten</td>
<td>an die Gamersprache angelehnt &#8211; einkaufen gehen</td>
</tr>
<tr>
<td>Merkules</td>
<td>eine Mischung aus Angela Merkel und Herkules</td>
</tr>
<tr>
<td>napflixen</td>
<td>ein kleines Nickerchen machen, während ein Film oder eine Serie läuft</td>
</tr>
<tr>
<td>nicenstein</td>
<td>perfekt, sehr zufrieden</td>
</tr>
<tr>
<td>Noicemail</td>
<td>eine nervige Sprachnachricht</td>
</tr>
<tr>
<td>schatzlos</td>
<td>single sein</td>
</tr>
<tr>
<td>selfiecide</td>
<td>jemand stirbt bei dem Versuch, ein Selfie zu machen</td>
</tr>
<tr>
<td>sozialtot</td>
<td>jemand ist nicht in den sozialen Netzwerken angemeldet</td>
</tr>
<tr>
<td>Squad</td>
<td>sehr coole Gruppe</td>
</tr>
<tr>
<td>tacken</td>
<td>eine Mischung aus texten und kacken &#8211; eine Nachrichten schicken, während man auf dem Klo sitzt</td>
</tr>
<tr>
<td>Teilzeittarzan</td>
<td>jemand benimmt sich hin und wieder wie ein Affe</td>
</tr>
<tr>
<td>Textmarkeraugenbrauen</td>
<td>stark betonte aufgemalte Balken anstelle von Augenbrauen</td>
</tr>
<tr>
<td>tinderjährig</td>
<td>jemand ist alt genug, um die App Tinder zu nutzen</td>
</tr>
<tr>
<td>trumpeten</td>
<td>jemand macht Versprechen, ohne an die Folgen zu denken</td>
</tr>
<tr>
<td>unfly</td>
<td>sehr uncool</td>
</tr>
<tr>
<td>unlügbar</td>
<td>definitiv, unbestritten</td>
</tr>
<tr>
<td>vong</td>
<td>von</td>
</tr>
<tr>
<td>Was ist das für 1 Life?</td>
<td>Jemand drückt sein Erstaunen in einer außergewöhnlichen Situation aus</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich muss zugeben, dass ich rein vom Wort her nicht alles erkannt habe &#8211; du etwa?</p>
<p>&nbsp;</div>
			</div>
			</div>			
				
				
				
				
			</div>		
				
				
			</div></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
	</channel>
</rss>
