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	<title>Methodik &amp; Didaktik &#8211; AdA2go.de</title>
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	<description>Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung</description>
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		<title>5 Tipps für noch bessere Unterweisungen als Ausbilder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2020 22:09:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 3: Ausbildung durchführen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterweisung]]></category>
		<category><![CDATA[Methodik & Didaktik]]></category>
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					<description><![CDATA[Huhu&#160;🙋‍♀️🙋‍♂️&#160; Für den heutigen Artikel haben wir uns etwas ganz Besonderes überlegt: Heiko und ich bündeln unsere Ideen in einem großen Ratgeber: &#8222;Ideen für noch bessere Unterweisungen als Ausbilder”. Unterweisen ist so individuell wie jeder Ausbilder – daher wollte ich euch nicht vorenthalten, dass selbst wir ganz unterschiedliche Herangehensweisen haben. 😄&#160; Katjas Tipp #1: Erstelle [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Huhu&nbsp;🙋‍♀️🙋‍♂️&nbsp;</p>



<p>Für den heutigen Artikel haben wir uns etwas ganz Besonderes überlegt: Heiko und ich bündeln unsere Ideen in einem großen Ratgeber: &#8222;Ideen für noch bessere Unterweisungen als Ausbilder”. Unterweisen ist so individuell wie jeder Ausbilder – daher wollte ich euch nicht vorenthalten, dass selbst wir ganz unterschiedliche Herangehensweisen haben. 😄&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Katjas Tipp #1: Erstelle eine ordentliche Adressatenanalyse&nbsp;</h2>



<p>Es ist DAS Thema in Handlungsfeld 3: die Adressatenanalyse. Leider erlebe ich im Alltag oft, dass Teilnehmer es eher als Pflicht-Kür im Rahmen des Unterweisungsentwurfs für ihre AEVO Prüfung sehen, nicht aber als wichtige Werkzeug für den Alltag.&nbsp;</p>



<p><strong>Welche Inhalte sollte eine Adressatenanalyse umfassen?</strong>&nbsp;</p>



<p>Ich unterscheide hier zwischen zwei Varianten:&nbsp;</p>



<ol class="wp-block-list"><li>der ersten Adressatenanalyse für einen neuen Auszubildenden&nbsp;</li><li>der ersten Adressatenanalyse für einen neuen Auszubildenden&nbsp;</li></ol>



<h3 class="wp-block-heading">Die erste Adressatenanalyse&nbsp;</h3>



<p>Diese sollte umfassender sein und alle wichtigen&nbsp;<strong>allgemeinen&nbsp;</strong>Punkte enthalten. Dazu zählen:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Name&nbsp;</li><li>Alter&nbsp;</li><li>Zeit im Unternehmen/ Ausbildungsjahr&nbsp;</li><li>optional (sofern relevant): Körperliche Eigenschaften&nbsp;</li><li>Schulische Vorbildung&nbsp;</li><li>sofern schon möglich: Charaktereigenschaften + Persönlichkeitsmerkmale&nbsp;</li><li>sofern schon möglich: Erfahrungen, Interessen und besondere Begabungen&nbsp;</li><li>sofern schon möglich: Arbeitsverhalten&nbsp;</li><li>sofern schon möglich: Lern- und Sozialverhalten im Betrieb&nbsp;</li><li>sofern schon möglich: Einschätzung der Auffassungsgabe&nbsp;</li></ul>



<p>Darauf baust du künftig auf. Je genauer du weißt, mit wem du es zu tun hast, umso leichter wird es dir fallen, die passende Unterweisung zu kreieren.&nbsp;</p>



<p class="has-background" style="background-color:#eeeeee">⚠️&nbsp;<strong>Achtung:</strong>&nbsp;Ein häufiger Irrglaube ist, dass wenn ein Ausbilder eine Unterweisung vorbereitet hat, er die dann einfach nur in den nächsten 50 Jahren runterrattern kann. Doch jeder Auszubildende bringt individuelle Eigenschaften mit, die du beachten solltest.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Tipp: Lerntypen-Test machen lassen&nbsp;</h4>



<p>Einer dieser Punkte ist beispielsweise der Lerntyp. Welche Formen es gibt und wie du die individuellen Ausprägungen optimal fördern kannst, habe ich dir bereits in meinem&nbsp;<a href="https://ada2go.de/lerntypen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ratgeber über Lerntypen</a>&nbsp;verraten. Daher möchte ich nur kurz auf ein persönliches Beispiel eingehen:&nbsp;</p>



<p><em>Ich liebe Hörspiele. Ich finde es so toll, beim Autofahren, Aufräumen oder was auch immer Fachbüchern zu lauschen und neue Dinge zu lernen. Aber: Ich kann sie mir nicht merken. Es rauscht einfach an mir vorbei und verpufft. Warum? Weil ich einfach nicht gut über Hören lernen kann. Für mich sind&nbsp;</em><strong><em>Sehen und Tun</em></strong><em>&nbsp;die beiden Wege, Inhalte zu lernen. Deshalb sitze ich bei Vorträgen auch immer mit meinem iPad und Pencil da und schreibe handschriftlich mit. 🙈😂 Ansonsten brauche ich mich gar nicht in den Vortrag zu setzen … 🙈</em>&nbsp;</p>



<p>Genauso ist es bei deinen Auszubildenden auch. Wenn dein erster Auszubildender beispielsweise gut&nbsp;mittels Hören&nbsp;lernen konnte, du ihm viel mündlich erklärt hast und er es verstanden hat … und dann jemand wie ich kommt, wirst du graue Haare bekommen. 😅&nbsp;</p>



<p>Daher solltest du jeden Auszubildenden individuell betrachten.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Weitere wichtige Aspekte + nachfolgende Unterweisungen&nbsp;</h3>



<p>Damit hast du den Grundstein gelegt. Nun geht es an spezifische Punkte:&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">1. (für die Ausbildungseinheit relevante) bereits vermittelte Fertigkeiten + Kenntnisse aus Berufsschule und Betrieb&nbsp;</h4>



<p><strong>Auch hier eins meiner Lieblingsbeispiele aus meiner eigenen Ausbildungszeit:</strong>&nbsp;</p>



<p><em>Ich sollte Briefumschläge beschriften, die Briefmarke draufkleben und das Ganze in die Kiste für den Postausgang legen. Meine Ausbilderin ging davon aus, dass sie das Thema Postausgang nicht unterweisen müsse &#8211; schließlich war ich 19 und hatte ein Abi. Doch glaub mir, ich habe viel gelernt über die unsinnigsten Themen. Aber wie man einen Briefumschlag beschriftet???&nbsp; 😅&nbsp;</em>&nbsp;</p>



<p><em>Jedenfalls hat sie meine Kreation nicht weiter kontrolliert, die Briefe gingen raus … und kamen am nächsten Tag postwendend zurück samt der&nbsp;</em><em>Postfrau</em><em>, die fragte was los gewesen sei. 😄&nbsp;</em>&nbsp;</p>



<p><em>Meine Ausbilderin war total enttäuscht, wie ich Briefumschläge nicht korrekt beschriften könnte. Aber ganz ehrlich: ich musste es noch nie und hab mein Bestes gegeben. An diesem Tag haben wir denke ich beide viel gelernt. 🤪</em>&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">2. die Motivation für die Unterweisung&nbsp;</h4>



<p>Unter Motivation verstehen viele “Hey,&nbsp;yo, super!” &#8211; aber das meine ich nicht. Überlege dir, wie du deinem Auszubildenden klarmachst, warum er dieses Thema lernen muss. Im besten Fall soll er sich künftig um die Sache im Unternehmen kümmern und er übernimmt damit eine wichtige Aufgabe in eurem Betrieb. Im schlechtesten Fall muss er es einfach für die Prüfung können, weil es im Ausbildungsrahmenplan steht und abgefragt werden kann.&nbsp;</p>



<p class="has-background" style="background-color:#eeeeee">💡&nbsp;<strong>Unabhängig</strong><strong>&nbsp;davon was zutrifft:</strong>&nbsp;Erkläre deinem Auszubildenden, das “Warum”, damit er sich auf das &#8222;Was” und &#8222;Wie” einlassen kann.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heikos Tipp #2: Zielklarheit&nbsp;</h2>



<p>Mindestens genauso wichtig wie die Adressatenanalyse ist eine Klarheit über die Lernziele deiner Unterweisung. In unseren Kursen wird das Thema sehr intensiv behandelt, weil es einfach extrem wichtig ist. Denn ohne ein Ziel schießen wir ins Schwarze, unser Auszubildender erkennt den Sinn der Unterweisung nicht, aber auch uns als Ausbilder fehlt der rote Faden.&nbsp;</p>



<p>Daher solltest du ganz dringend sinnvolle und erreichbare Ziele setzen, dich aber auch vorab intensiv mit der Unterweisung beschäftigen um dir deinen eigenen “roten Faden” zu kreieren. Hier nun alles nochmal auf einen Punkt:&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zielklarheit für deine Auszubildenden&nbsp;</h2>



<p>Im Fokus der Zielklarheit für Auszubildende stehen:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die&nbsp;<strong>Motivation</strong>. Denn ohne konkretes Ziel würdest auch du vermutlich keinerlei Lust haben loszulegen.&nbsp;</li><li><strong>Seine/ihre Planung</strong>, um beispielsweise den Umfang des Themas zu erfassen und sich auf die kommenden Stunden, Tage oder auch Wochen vorzubereiten.&nbsp;</li><li>Und auch das Thema&nbsp;<strong>Hemmungen nehmen&nbsp;</strong>ist wichtig: Wenn deine Auszubildenden ausführlich aufgeklärt sind, ein Ziel und Zwischenziele kennen, werden sie bedeutend lockerer und freier in die Unterweisung starten.&nbsp;</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Zielklarheit für dich&nbsp;</h3>



<p>Auch für dich als ausbildende Person gibt es eine Reihe Vorteile, die du durch das Setzen von Zielen und somit das Schaffen der Zielklarheit erhältst:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die&nbsp;<strong>zeitliche Planung</strong>&nbsp;ist deutlich verbessert. Wenn du Ziele setzt, kannst du deren Umfang abschätzen und somit eine bedeutend exaktere zeitliche Planung vornehmen.&nbsp;</li><li>Du hast einen&nbsp;<strong>roten Faden</strong>. Auch die ausbildenden Personen müssen sich an einem roten Faden&nbsp;halten,&nbsp;um die Unterweisung möglichst sinnvoll und lernfördernd aufzubauen.&nbsp;</li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Heikos Tipp #3: Azubi &#8222;planen lassen&#8220;&nbsp;</h2>



<p>Direkt dahinter kommt&nbsp;<strong>mein persönlicher Lieblingstipp</strong>, der in meinen Kursen immer für Verwunderung sorgt: Lasse deine Auszubildende doch mal planen!&nbsp;</p>



<p>Ok, ich gebe zu es hört sich tatsächlich falsch an, allerdings meine ich damit natürlich nicht, dass deine Auszubildende deine Arbeit übernehmen. Aber bei relativ einfachen, langweiligen oder nicht allzu sicherheitsrelevanten Themen kann man das schon mal machen. Selbstverständlich haben die Auszubildenden keine Ahnung vom Thema, aber darum geht es ja auch nicht: es soll um die Umsetzung gehen und die Fragen:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>“Wie würdest du denn jetzt an solch ein Thema rangehen?”,&nbsp;</li><li>“Wo würdest du die Unterweisung jetzt durchführen?”,&nbsp;</li><li>“Welche Ausbildungsmittel wären für das Thema jetzt interessant?” oder auch ganz simpel&nbsp;</li><li>“Wie sollten wir das nun zeitlich planen?”.&nbsp;</li></ul>



<p>Du siehst, kein Hexenwerk. Aber was sollte das nun bringen? Ganz einfach: Deine Auszubildenden werden so zu besseren Lernern, ihre Selbständigkeit wird genauso gefördert wie auch ihre Problemlösungskompetenz. Und ganz nebenbei steigert das die Motivation, euer Verhältnis zueinander und das Selbstwertgefühl der Auszubildenden.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Katjas Tipp #4:&nbsp;Lernfilme,&nbsp;statt immer das Gleiche zu erzählen&nbsp;</h2>



<p>Es gibt Themen wie Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz, die ungemein wichtig sind … aber unaussprechlich öde. 🙄 Ich habe es gehasst und meine Auszubildenden noch viel mehr.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Für unseren nächsten Auszubildenden habe ich mir daher etwas anderes überlegt: Inspiriert durch&nbsp;<a href="https://www.mein-erklaerfilm.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mein-erklaerfilm.de</a>&nbsp;möchte ich ständig wiederholende Themen als coole&nbsp;Erklärfilme&nbsp;erstellen lassen.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Zugegeben, dass kostet Geld. <strong>Aber &#8230;&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<ol class="wp-block-list"><li>es erspart mir und den Auszubildenden ungemein Nerven,&nbsp;&nbsp;</li><li>es ist deutlich angenehmer, sich so einen&nbsp;Erklärfilm&nbsp;zu Einführungsthemen am ersten Tag bei Popcorn und guter Laune anzusehen &#8211; wichtige Punkte kann ich dann später in einem Lehrgespräch ergänzen&nbsp;&nbsp;</li><li>ganz platt gesagt: wir können es von der Steuer absetzen 😅&nbsp;</li></ol>



<p>Bei der Auswahl eines Anbieters und Umsetzung solltest du unbedingt darauf achten, dass der Film wirklich zu eurem Unternehmen passt. Hier einige Ideen:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>greift bekannte Persönlichkeiten eures Unternehmens (wie beispielsweise den Ausbildenden) auf.&nbsp;</li><li>nutzt Bilder oder Zeichnungen des realen Betriebsgeländes&nbsp;</li><li>bei der Farbwahl sollten eure Corporate Colors eine Rolle spielen&nbsp;</li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Heikos Tipp #5: Die Axt im Wald&nbsp;</h2>



<p>Mein letzter Tipp in diesem Artikel lautet: Gehe auch mal neue Wege, lernt lebensnah und nutzt eure Umgebung. Natürlich ist dieser Tipp nicht wirklich für alle Themen geeignet. Allerdings hier ein wenig Input anhand&nbsp;eines&nbsp;Beispiels, damit du verstehst, was ich meine:&nbsp;</p>



<p class="has-background" style="background-color:#eeeeee">🪓 <strong>Der Tischler im Wald:</strong> In der Tischlerei zu lernen ist praxisnah und hilft den meisten Auszubildenden. Allerdings ist hier ein neuer Ansatz: Geht doch mal in einen nahen Wald, um die Bäume und Baumarten kennenzulernen, Hölzer zu bestimmen oder auch einfach mal “old&nbsp;school” zu sägen. So kannst du einen ersten Haken bei <a href="https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/profile/apprenticeship/n7865435" target="_blank" rel="noreferrer noopener">§ 4 Punkt 10 im Ausbildungsrahmenplan der Tischler AO</a> machen und hast das Thema auch noch lebensnah und spannend rübergebracht.</p>



<p><em>Als ich damals meinen Landschaftsgärtner angefangen habe, lernten wir immer nur in der Werkstatt, dort haben wir beispielsweise auch die Kettensäge erklärt bekommen&#8230; meist an Baumstümpfen. Wie cool war das Gefühl, als wir dann tatsächlich endlich mal in den Wald gegangen sind. Wir haben wirklich Bäume gefällt und unser Ausbilder machte in 2 Minuten aus 3 Baumstümpfen einen Tisch und zwei Stühle mit der Kettensäge. Wahnsinn! 😊&nbsp;&nbsp;</em>&nbsp;</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p>Hui, was für ein Brocken! 🥵 Wir hoffen, dass dich unsere Tipps inspirieren und im Alltag helfen. Falls dir noch mehr einfällt, gilt wie immer: Ab damit in die Kommentare. Wir freuen uns auf deine Nachricht. 🥰</p>



<p>Liebe Grüße</p>



<p>Heiko &amp; Katja</p>
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		<title>Handlungskompetenz</title>
		<link>https://ada2go.de/handlungskompetenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schöenfeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2018 17:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 3: Ausbildung durchführen]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 1: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen]]></category>
		<category><![CDATA[H]]></category>
		<category><![CDATA[Methodik & Didaktik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Darum geht's: Was ist das Ziel einer dualen Berufsausbildung? ✔ Was ist berufliche Handlungskompetenz? ✔ Beispiel für die Förderung von Handlungsfähigkeit ✔ Die Stufen der beruflichen Handlungskompetenz ✔</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hallöli,</p>
<p>in diesem Artikel erfährst du, was das Ziel jeder Berufsausbildung im dualen System ist und wie berufliche Handlungskompetenz definiert wird.</p>
<h2>Was ist das Ziel einer dualen Berufsausbildung?</h2>
<ul>
<li>Eine meiner ersten Fragen in einem Kurs für die Ausbildung der Ausbilder lautet: Was ist eigentlich das Ziel einer dualen Berufsausbildung?</li>
<li>In 99 Prozent der Fälle lautet die Antwort meiner Teilnehmer: Na, das Bestehen der Prüfung.</li>
</ul>
<p>Auch wenn es seltsam klingt, dass ist rechtlich betrachtet falsch. Das Berufsbildungsgesetz definiert das Ziel der Berufsbildung in <strong>Paragraph 1 Absatz 3</strong> folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>Die Berufsausbildung hat die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln. Sie hat ferner den Erwerb der erforderlichen Berufserfahrungen zu ermöglichen.</p></blockquote>
<p>Aus dem Paragraphen leiten sich noch weitere Ziele ab: Es müssen alle notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt und der Erwerb der erforderlichen Berufserfahrungen ermöglicht werden.</p>
<p>Auch Ausbildungsordnungen geben Aufschluss darüber, was das Ziel der Berufsausbildung ist bzw. wie berufliche Handlungskompetenz definiert wird:</p>
<blockquote><p>Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6 und 7 nachzuweisen.</p></blockquote>
<p><strong>Kurz gefasst bedeutet das:</strong></p>
<p>Der Auszubildende soll:</p>
<ul>
<li>(berufliche) Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten erlernen</li>
<li>seine Handlungen selbstständig planen, durchführen und kontrollieren können</li>
<li>Berufserfahrung erwerben</li>
<li>zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit befähigt werden</li>
</ul>
<p>Natürlich könnte man nun im weiteren Sinne argumentieren, dass diese Befähigung in einer Prüfung nachgewiesen werden muss – aber das ist eher ein sekundäres Ziel. Deutlich wichtiger sind die oben aufgezählten Aufgaben für Ausbildende und Ausbilder – denn das können sie maßgeblich beeinflussen. Ob die Prüfung am Ende bestanden wird, liegt nicht mehr in ihrer Hand.</p>
<p><strong>Das ganze kannst du dir auch noch mal in meinem Video zum Thema &#8222;das Ziel der Berufsausbildung&#8220; ansehen:</strong></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=0NU7K81plcU&amp;amp;t=3s" target="_blank" rel="noopener">Hier geht es zum Video auf YouTube.</a></p>
<h3>Ein Blick zurück: Wie war das früher mit der beruflichen Handlundskompetenz?</h3>
<p>Natürlich sollten Gesellen und Facharbeiter auch schon vor 100 Jahren nach Ihrer Lehre selbstständig arbeiten – doch es war eben nirgendwo verankert. Bis 1987 als es zur Neuordnung der industriellen Metall- und Elektroberufe kam, stand lediglich die Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen im Vordergrund. <span id='easy-footnote-1-2578' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href="https://ada2go.de/handlungskompetenz/#easy-footnote-bottom-1-2578" title="Quelle: Kompetenzstandards in der Berufsausbildung: &lt;a href=&quot;https://www2.bibb.de/bibbtools/tools/dapro/data/documents/pdf/zw_43201.pdf&quot; data-redactor-span=&quot;true&quot;&gt;https://www2.bibb.de/bibbtools/tools/dapro/data/documents/pdf/zw_43201.pdf&lt;/a&gt;; abgerufen am 4. Januar 2017"><sup>1</sup></a></span></p>
<p>Durch diesen Wandel wurden zahlreiche Ausbildungsordnungen überarbeitet mit dem Ziel, konkretere Anforderungen an Ausbildende, Ausbilder und Auszubildende zu stellen, die auch zunehmend messbarer wurden.</p>
<h2>Was ist berufliche Handlungskompetenz?</h2>
<p>Auch wenn die Bezeichnung es anmuten lässt: Bei der beruflichen Handlungsfähigkeit geht es nicht nur um rein fachliche Kompetenzen. Vielmehr soll der Auszubildende ganzheitlich betrachtet werden – wodurch auch seine persönlichen und sozialen Fähigkeiten in die berufliche Handlungskompetenz einfließen.</p>
<blockquote><p>Der Grund dafür ist sehr simpel: Der/ Die Auszubildende greift während der Arbeit nicht nur auf seine fachliche Kompetenz zurück, sondern benötigt auch persönliche und soziale Kompetenzen, um seine Aufgaben zu bewältigen.</p></blockquote>
<h3>Kurz gefasst: Was umfasst die berufliche Handlungskompetenz?</h3>
<p>Die berufliche Handlungsfähigkeit setzt sich aus verschiedenen Teilbereichen zusammen. Zu den wichtigsten Kompetenzen zählen:</p>
<ul>
<li>Fachliche Kompetenz (oft auch Sach- und Methodenkompetenz <span id='easy-footnote-2-2578' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href="https://ada2go.de/handlungskompetenz/#easy-footnote-bottom-2-2578" title="Quelle: Reetz, Lothar (1999): Zum Zusammenhang von Schlüsselqualifikationen – Kompetenzen – Bildung.: &lt;a href=&quot;http://www.sowi-online.de/book/export/html/397&quot; data-redactor-span=&quot;true&quot;&gt;http://www.sowi-online.de/book/export/html/397&lt;/a&gt;; abgerufen am 4. Januar 2017"><sup>2</sup></a></span>)</li>
<li>Persönliche Kompetenz (oft auch Selbstkompetenz)</li>
<li>Soziale Kompetenz (oft auch Sozialkompetenz)</li>
</ul>
<p>Diese Bestandteile der beruflichen Handlungskompetenz greifen natürlich ineinander über und können im Alltag nur schwer isoliert betrachtet werden. Aus den verschiedenen Kompetenzen lassen sich weitere Schlüsselqualifikationen ableiten, über die ich in einem anderen Artikel noch ausführlicher schreiben werde.</p>
<h2>Beispiel für die Förderung von Handlungsfähigkeit</h2>
<p>Ein plakatives Beispiel für berufliche Handlungskompetenz: In der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement (Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung &#8211; BüroMKfAusbV) ist unter § 4 Struktur der Berufsausbildung, Ausbildungsberufsbild geregelt, dass Auszubildende u. a. <strong>gemeinsame berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten</strong> erlernen sollen, zu denen auch bürowirtschaftliche Abläufe zählen. <span id='easy-footnote-3-2578' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href="https://ada2go.de/handlungskompetenz/#easy-footnote-bottom-3-2578" title="Quelle: Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement (Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung &#8211; BüroMKfAusbV): &lt;a href=&quot;https://www.gesetze-im-internet.de/b_romkfausbv/BJNR412500013.html&quot; data-redactor-span=&quot;true&quot;&gt;https://www.gesetze-im-internet.de/b_romkfausbv/BJNR412500013.html&lt;/a&gt;; abgerufen am 4. Januar 2017"><sup>3</sup></a></span></p>
<p>Im passenden Ausbildungsrahmenplan werden diese bürowirtschaftliche Abläufe genauer definiert:</p>
<ol>
<li><strong>b) Posteingang und -ausgang bearbeiten</strong></li>
</ol>
<p>Wann ist ein Auszubildender/ eine Auszubildende darauf bezogen beruflich handlungsfähig? Genau, wenn</p>
<ul>
<li>du ihr alle Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse rund um die Themen Posteingang- und ausgang vermittelt hast,</li>
<li>er/sie die Durchführung dieser Handlungen selbstständig planen, durchführen und kontrollieren kann,</li>
<li>die Post ordentlich und korrekt bearbeitet wurde und</li>
<li>die Aufgabe auch gelöst werden, wenn Abweichungen von der Norm auftreten (z. B. größerer Briefumschlag, höheres Gewicht).</li>
<li>Sollte die/ der Auszubildende nicht alleine weiterkommen, wendet er/sie sich an den Ausbildenden, Ausbilder oder Ausbildungsbeauftragten um Hilfe zu bekommen.</li>
</ul>
<h3>Die Stufen der beruflichen Handlungskompetenz</h3>
<p>Die besagten Kompetenzbereiche können auch noch mal unterschieden werden:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>1</td>
<td>Fachliches Wissen besitzen und verschiedene Methoden kennen</td>
<td>Ein realistisches Selbstbild haben</td>
<td>Andere mit ihren Eigenarten wahrzunehmen</td>
</tr>
<tr>
<td>2</td>
<td>Beides anwenden können</td>
<td>Den eigenen Überzeugungen nach zu handeln</td>
<td>Eine gemeinsame Ebene zu finden bzw. sich mit ihnen verständigen können</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<blockquote><p>Niveau 3 gilt für alle: Der/ die Auszubildende ist bereit, diese Kompetenzen auch einzusetzen bzw. die daraus resultierende Verantwortung zu übernehmen.</p></blockquote>
<p>Wichtig ist es also für Ausbilder dafür Sorge zu tragen, dass Auszubildende nicht nur ihre Kompetenzen erweitern, sondern auch bereit sind, diese im Alltag umzusetzen.</p>
<h3>Zusammenfassung der behandelten Fragen zum Thema &#8222;Ziel einer Berufsausbildung und berufliche Handlungskompetenz&#8220; in diesem Artikel:</h3>
<ul>
<li>Was ist das Ziel einer Ausbildung?</li>
<li>Was ist das Ziel einer Berufsausbildung?</li>
<li>Was ist berufliche Handlungskompetenz?</li>
<li>Was umfasst die berufliche Handlungskompetenz?</li>
<li>Wie erreicht man berufliche Handlungskompetenz?</li>
<li>Bereiche/ Konzept/ Übersicht/ Bestandteile/ Teilkompetenzen/ Modell der beruflichen Handlungskompetenz</li>
<li>Stufen der beruflichen Handlungskompetenz</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Schlüsselkompetenzen</title>
		<link>https://ada2go.de/schluesselkompetenzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schöenfeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2018 17:33:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 3: Ausbildung durchführen]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 1: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen]]></category>
		<category><![CDATA[S]]></category>
		<category><![CDATA[Methodik & Didaktik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das erfährst du: Schlüsselqualifikationen - ein Definitionsversuch ✔ welche Teilbereiche gibt es? ✔ Welche Schlüsselqualifikationen verlangt die Arbeitswelt von Einzelnen? ✔ Warum sind Schlüsselqualifikationen so wichtig? ✔ Wie können Schlüsselqualifikationen gefördert werden? ✔</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich bereits in meinem Artikel über das <a href="https://ada2go.de/1-ziele-und-begriffe-der-berufsbildung-berufsbildungsgesetz-bbig/">Ziel einer Berufsausbildung</a> und berufliche <a href="https://ada2go.de/handlungskompetenz/">Handlungsfähigkeit</a> schrieb, setzt sich Letztere aus verschiedenen Schlüsselqualifikationen zusammen.</p>
<p>Dabei handelt es sich allerdings nicht nur um Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse, die speziell auf den ausgebildeten Beruf bezogen sind. Vielmehr sollen diese auch berufsübergreifend bei anderen Tätigkeiten, Funktionen oder sogar in artfremden Berufsfeldern genutzt werden können &#8211; jetzt und natürlich auch in der Zukunft.</p>
<h2>Schlüsselqualifikationen vs. Schlüsselkompetenzen</h2>
<p>In den Kursen und auch in der Literatur werden diese beiden Begriffe meist synonym genutzt. Im Grunde ist das allerdings nicht ganz richtig. Falls du dich auf die AEVO-Prüfung vorbereitest, ist der Unterschied nicht allzu relevant, denn auch dort wird meist nur von &#8222;Schlüsselqualifikationen&#8220; gesprochen, das ist dann auch die korrektere Bezeichnung. Dennoch halten wir es für notwendig, mindestens Vollständigkeitshalber auf die Zusammenhänge hinzuweisen.</p>
<table style="width: 100%; height: 46px;">
<tbody>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 44.493%;"><strong>Schlüsselqualifikationen</strong></td>
<td style="height: 23px; width: 54.8077%;"><strong>Schlüsselkompetenzen</strong></td>
</tr>
<tr style="height: 23px;">
<td style="height: 23px; width: 44.493%;">Schlüsselqualifikationen sind immer <strong>konkret beschreibbar</strong> und <strong>messbar</strong>. Sie werden in einzelne Schlüsselkompetenzen eingeteilt (Sozialkompetenz, Persönlichkeitskompetenz usw.).</p>
<p>Merkmale für Schlüsselqualifikationen:</p>
<ul>
<li>Sie sind <strong>direkt</strong> vermittelbar</li>
<li>Sie können direkt <strong>bewertet</strong> werden</li>
</ul>
</td>
<td style="height: 23px; width: 54.8077%;">Eine Schlüsselkompetenz ist als eine <strong>persönliche</strong> und <strong>berufsbezogene</strong> <strong>Handlungskompetenz</strong> zu verstehen. Sie kann in der Regel nicht bewertet werden da es sich eher um einen &#8222;Bereich&#8220; handelt. Es geht hier teilweise auch simpel ausgedrückt um die &#8222;Überschriften&#8220; der einzelnen Schlüsselqualifikationen.</p>
<p>Merkmale für Schlüsselkompetenzen:</p>
<ul>
<li>Sie können im Allgemeinen <strong>gefördert</strong> werden</li>
<li>Sind <strong>nicht direkt</strong> vermittelbar, da es nur die &#8222;Bereiche&#8220; sind</li>
<li>Sie können <strong>nicht bewertet</strong>, sondern nur <strong>beurteilt</strong> werden</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 44.493%;"><strong>Beispiel: Empathie</strong></td>
<td style="width: 54.8077%;"><strong>Beispiel: Sozialkompetenz</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 44.493%;">Empathie ist eine konkret beschreibbare und messbare Schlüsselqualifikation. Beispielsweise kann man bewerten, ob ein Auszubildender in der Lage ist, aktiv zuzuhören oder offen nachzufragen (beides Merkmale und Voraussetzungen der Empathie).</td>
<td style="width: 54.8077%;">Die Sozialkompetenz kann beurteilt werden. Allerdings hat diese Beurteilung keine Aussagekraft zu den einzelnen Schlüsselqualifikationen (z.B. Empathie oder ähnliches).</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Schlüsselqualifikationen &#8211; ein Definitionsversuch</h2>
<blockquote><p>„Schlüsselqualifikationen sind erwerbbare allgemeine Fähigkeiten, Einstellungen und Wissenselemente, die bei der Lösung von Problemen und beim Erwerb neuer Kompetenzen in möglichst vielen Inhaltsbereichen von Nutzen sind, so dass eine Handlungsfähigkeit entsteht, die es ermöglicht, sowohl individuellen als auch gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden.“</p>
<p><strong>Quelle:</strong> Orth, Helen (1999): Schlüsselqualifikationen an deutschen Hochschulen. Konzepte, Standpunkte und Perspektiven. Neuwied/Kriftel/Berlin: Luchterhand, S. 107</p></blockquote>
<p>wichtige Erkenntnisse daraus:</p>
<ul>
<li>Schlüsselqualifikationen sind erwerbbar und nicht vererbt</li>
<li>es handelt sich dabei nicht nur um kognitive Fähigkeiten</li>
<li>sie sind in unterschiedlichen sozialen und beruflichen Bereichen von großer Bedeutung</li>
<li>sie leiten sich aus den Anforderungen der (künftigen) Arbeits- und Lebenswelt ab</li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Oder anders gesagt:</strong> Auszubildende sollen lernen, berufliche Probleme sachgerecht, durchdacht und verantwortlich zu lösen &#8211; auch wenn die neue Situation nicht identisch mit der Geübten ist. Falls du dich an mein Beispiel mit dem Posteingang und -Ausgang erinnerst: Die/ Der Auszubildende sollte die Briefe auch bearbeiten können, wenn ein Umschlag beispielsweise schwerer oder größer als normal ist.</p></blockquote>
<p>Zu den wichtigsten Bereichen der beruflichen Handlungsfähigkeit gehören die folgenden fünf Kompetenzbereiche, die wiederum aus verschiedenen Eigenschaften bestehen (dazu gleich mehr):</p>
<ul>
<li><strong>Fachliche und methodische Kompetenz: </strong>Bereichsübergreifend einsetzbare Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten ermöglichen es, berufstypische Aufgaben ordnungsgemäß und fachgerecht zu erledigen. Dazu zählt auch die Fähigkeit, sich fehlendes Fachwissen anzueignen, um berufliche Herausforderungen zu meistern. <strong>Methodenkompetenz</strong> stellt hierbei eine Grundlage dar, um Fachkompetenz aufzubauen.</li>
<li><strong>Persönliche Kompetenz: </strong>Hierbei handelt es sich um Einstellungen, Werten und Fähigkeiten im Umgang mit sich selbst &#8211; aber auch in Bezug auf die Umwelt und Arbeit.</li>
<li><strong>Soziale Kompetenz: </strong>Diese Kompetenzen befähigen zur Interaktion, Kommunikation und dem Austausch von Informationen mit Anderen. Im Berufsleben bilden sie eine Grundlage zur Bereitschaft und Fähigkeit mit Kollegen und Vorgesetzten auf eine kooperative und konstruktive Art zusammenzuarbeiten.</li>
<li><strong>Medienkompetenz:</strong> Nicht nur im Alltag, sondern auch im Berufsleben kommen Auszubildende immer öfter mit Medien in Berührung. Daher ist es wichtig, dass sie sich mit der Technik sowie ihren Inhalten und Zielen auseinandersetzen.</li>
</ul>
<h3>Welche Schlüsselqualifikationen verlangt die Arbeitswelt von Einzelnen?</h3>
<p>Das kann man pauschal nicht so sagen, denn diese sind je nach Beruf und Arbeitsalltag ganz unterschiedlich. Im Folgenden möchte ich einige Beispiele für wichtige Soft Skills in der Arbeitswelt (auch während der Ausbildung!) präsentieren:</p>
<table style="width: 100%;">
<thead>
<tr>
<th style="width: 30.025%;">Liste der Schlüsselkompetenzen</th>
<th style="width: 69.3078%;">Zugehörige Schlüsselqualifikationen</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td style="width: 30.025%;">Fachkompetenz</td>
<td style="width: 69.3078%;">
<ul>
<li>fachliche Fertigkeiten</li>
<li>fachliches Wissen</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 30.025%;">Methodenkompetenz</td>
<td style="width: 69.3078%;">
<ul>
<li>Problemlösungsstrategien</li>
<li>Lern- und Arbeitsmethodik</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 30.025%;">Persönlichkeitskompetenz oder auch</p>
<p>Individualkompetenz</td>
<td style="width: 69.3078%;">
<ul>
<li>abstraktes Denkvermögen</li>
<li>analytisches Denkvermögen</li>
<li>Ausdauer</li>
<li>Belastbarkeit</li>
<li>Disziplin</li>
<li>Durchhaltevermögen</li>
<li>Eigeninitiative</li>
<li>Einsatzwille Effizienz</li>
<li>Entscheidungsfähigkeit</li>
<li>Flexibilität</li>
<li>Gesprächsbereitschaft</li>
<li>Geduld</li>
<li>Interesse</li>
<li>Konzentrationsfähigkeit</li>
<li>Kreativität</li>
<li>Leistungsbereitschaft</li>
<li>Lernbereitschaft</li>
<li>Lernfähigkeit</li>
<li>logisches Denkvermögen</li>
<li>Motivation</li>
<li>Neugier</li>
<li>Qualitätsorientierung</li>
<li>Selbstständigkeit</li>
<li>Sorgfalt</li>
<li>Sprachkompetenz</li>
<li>Urteilsvermögen</li>
<li>Umgang mit Veränderungen</li>
<li>Zuverlässigkeit</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 30.025%;">Sozialkompetenz</td>
<td style="width: 69.3078%;">
<ul>
<li>Aufgeschlossenheit</li>
<li>Durchsetzungsfähigkeit</li>
<li>Einfühlungsvermögen</li>
<li>Firmenbezug</li>
<li>Hilfsbereitschaft</li>
<li>Interkulturelle Kompetenz</li>
<li>Konfliktfähigkeit</li>
<li>Kontaktfähigkeit</li>
<li>Kommunikationsfähigkeit</li>
<li>Kompromissfähigkeit</li>
<li>Kooperationsbereitschaft</li>
<li>Kritikfähigkeit</li>
<li>Teamfähigkeit</li>
<li>Toleranz</li>
<li>Umgangsformen</li>
<li>Umweltschutz-Bewusstsein</li>
<li>Verantwortungsbewusstsein</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Warum sind Schlüsselqualifikationen so wichtig?</h2>
<p>Unsere Welt unterliegt einem stetigen Wandel. Vor allem das Berufsleben hält ständig neue Überraschungen bereit. Damit Auszubildende bzw. künftige Fachkräfte dafür gewappnet sind, benötigen sie Schlüsselkompetenzen, um Aufgaben fachgerecht zu bewältigen.</p>
<p>Sobald Sie eine benötigte (Teil-)Kompetenz oder auch &#8222;den Schlüssel&#8220; besitzen, eröffnen sich neue spannende Möglichkeiten, von denen nicht nur die jungen Menschen selbst profitieren, sondern auch dein Unternehmen.</p>
<blockquote><p>Herausforderungen wie die Globalisierung, Tertiarisierung, steigende Informations- und Wissensflut, neue Formen der Betriebs- und Arbeitsorganisation können nur durch Mitarbeiter bewältigt werden, deren Schlüsselfähigkeiten kontinuierlich gefördert werden.</p></blockquote>
<p>Der Diskurs über den Begriff &#8222;Schlüsselkompetenzen&#8220; entfachte übrigens in den 70er Jahren, als Unternehmen nach einer Möglichkeit suchten, ihre Konkurrenzfähigkeit erhalten. Aber auch Arbeitnehmer hatten zu der Zeit ein zunehmendes Interesse daran, ihre individuellen Fähigkeiten zu festigen und auszubauen, um einmal erworbene Berufsqualifikation zu erhalten.<br />
<em><strong>Quelle:</strong> </em>Vom Konzept der Schlüsselqualifikationen zum Konzept beruflicher Handlungskompetenz: <a href="https://www-user.tu-chemnitz.de/~nean/Praesentationen/Vortrag-Oberthal.pdf" data-redactor-span="true" target="_blank" rel="noopener">https://www-user.tu-chemnitz.de/~nean/Praesentationen/Vortrag-Oberthal.pdf</a>; abgerufen am 15. Januar 2017.</p>
<h2>Wie können Schlüsselqualifikationen gefördert werden?</h2>
<p>Wichtig ist, dass du dir bewusst machst, dass es Kompetenzbereiche gibt, die besser gefördert werden können, als andere. Fremdsprachen und EDV-Kenntnisse beispielsweise, die in den Bereich Sach- und Fachkompetenz fallen, können sehr gut vermittelt werden. Auch Zeitmanagement (Methodenkompetenz) und Präsentationstechniken (Sozialkompetenz) sind erlernbar, doch es gibt viele Selbstkompetenzen, die das Ergebnis impliziter Lernvorgänge im Alltag sind. Quelle:<br />
<em><strong>Siehe:</strong> </em>Weinert, Franz E. (1998): Vermittlung von Schlüsselqualifikationen. In: Matalik, Silvia/Schade, Diethard (Hrsg.): Entwicklungen in Aus- und Weiterbildung: Anforderungen, Ziele, Konzepte. Baden-Baden: Nomos, S. 35</p>
<p>Daher solltest du als Ausbilder nicht nur darauf setzen, fachnahe und fachlich fundierte Schlüsselqualifikationen zu fördern, sondern auch großen Wert auf einen gepflegten Umgang miteinander legen &#8211; und dies auch vorleben. Du bist das Vorbild deiner Auszubildenden und sie orientieren sich an deinem Verhalten.</p>
<ul>
<li>Wenn du beispielsweise unfreundlich zu Kunden bist,</li>
<li>keine Lust auf deine Arbeit hast,</li>
<li>in Gesprächen lieber redest als zuhörst oder</li>
<li>ständig Sachen anfängst, aber nicht zu Ende bringst,</li>
</ul>
<p>beeinflusst du damit direkt die Selbst- und Sozialkompetenz deiner Auszubildenden, obwohl du dir dessen vielleicht gar nicht bewusst bist.</p>
<h2>Schlüsselqualifikationen in der AEVO Prüfung</h2>
<p>In der Prüfung solltest du <strong>mindestens</strong> folgendes Wissen bzw. beantworten können:</p>
<ul>
<li>Einzelne Schlüsselqualifikationen den Schlüsselkompetenzen zuordnen („Wozu zählt Empathie?“)</li>
<li>Kategorien (Kompetenzen) mit 1, 2, 3 Beispielen nennen</li>
<li>Du kannst gefragt werden: „Welche Schlüsselqualifikationen haben Sie in Ihrer Unterweisung angesprochen?“</li>
<li>Definition der Schlüsselqualifikationen kennen und auch den Unterschied zur Begabung verstehen</li>
</ul>
<h3>Zusammenfassung der behandelten Fragen zum Thema &#8222;Schlüsselkompetenzen erstellen&#8220; in diesem Artikel:</h3>
<ul>
<li><strong>Welche Bedeutung haben Schlüsselqualifikationen bzw. Schlüsselkompetenzen?</strong>
<ul>
<li>Qualifikationen sind die Bereiche &#8211; Kompetenzen die Überschriften</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Welche Schlüsselqualifikationen gibt es (AEVO/AdA)?</strong>
<ul>
<li>Selbst die obige Liste ist nicht abschließend, recherchiere gerne noch weitere Schlüsselqualifikationen!</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Die wichtigsten Schlüsselqualifikationen</strong>
<ul>
<li>Kommen immer auf den Beruf und die Umstände an!</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Vom Konzept der Schlüsselqualifikationen zum Konzept beruflicher Handlungskompetenz</strong></li>
<li><strong>Notwendigkeit der Schlüsselqualifikationen bzw. Schlüsselkompetenzen</strong></li>
<li><strong>Einteilung der Schlüsselqualifikationen bzw. Schlüsselkompetenzen</strong></li>
<li><strong>Was sind fachübergreifende Schlüsselqualifikationen?</strong>
<ul>
<li>Wie der Name schon sagt: Diese können Bereichs- und Fachübergreifend angewandt werden</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Was sind Schlüsselqualifikationen Definition/ AEVO/ Beispiele/ Ausbildung?</strong>
<ul>
<li>Wurde oben hoffentlich detailliert geklärt!</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Warum werden Schlüsselqualifikationen immer wichtiger?</strong>
<ul>
<li>Früher mussten nur Führungskräfte konfliktfähig sein, heute jeder Mitarbeiter. Laut Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages sind Teamfähigkeit, Selbstmanagement, Einsatzbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit die wichtigsten geforderten Kompetenzen. Erst an fünfter Stelle rangiert das Fachwissen.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Warum Schlüsselqualifikationen heute wichtig sind</strong></li>
<li><strong>Wie werden Schlüsselqualifikationen vermittelt?</strong></li>
<li><strong>Wie können Schlüsselqualifikationen gefördert werden?</strong></li>
</ul>
<p>Wir haben versucht, in diesem Artikel so detailliert wie möglich auf das Thema einzugehen, das sehr viele unserer Kunden bei der AEVO Prüfungsvorbereitung mit Schlüsselqualifikationen Probleme haben. Sollte für dich noch etwas unklar sein: <a href="https://ada2go.de/kontakt/">Schreibe uns doch einfach eine Nachricht</a>! 🙂</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Coaching als Führungsstil</title>
		<link>https://ada2go.de/coaching-als-fuehrungsstil/</link>
					<comments>https://ada2go.de/coaching-als-fuehrungsstil/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katja Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2018 17:14:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 3: Ausbildung durchführen]]></category>
		<category><![CDATA[C]]></category>
		<category><![CDATA[Methodik & Didaktik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das erfährst du: Was bedeutet das Wort Coaching? ✔ Coaching als Führungsstil - was ist das? ✔ Wo kann man diesen Ansatz einordnen? ✔ Welche Vorteile hat der Führungsstil Coaching? ✔ Welche Voraussetzungen musst du zur Umsetzung mitbringen? ✔ Coaching als Führungsstil - 5 Praxistipps ✔ Ist Coaching als Führungsstil der heilige Gral?​ ✔</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Was bedeutet das Wort Coaching?</h2>
<p>Das Wort Coach ist der englischen Sprache entliehen und bedeutet so viel wie <strong>Bus</strong> oder <strong>Kutsche</strong>. Versucht man das mit der Betreuung von Menschen in Verbindung zu setzen, ist Coaching ein Prozess, durch den man <strong>von A nach B kommt</strong> &#8211; wobei der Fahrer (in dem Fall der Coach) das Fahrzeug oder die Pferde<strong> lenkt und leitet</strong>.</p>
<p>Mehr zur Frage, <strong>was Coaching eigentlich ist</strong> und vor allem, <strong>was Coaching nicht ist</strong>, findest du in <a href="https://www.landsiedel-seminare.de/coaching-welt/wissen/fragen/was-ist-coaching.html" target="_blank" rel="noopener">diesem Artikel von Landsiedel</a>.</p>
<h2>Coaching als Führungsstil &#8211; was ist das?</h2>
<p>Während man als Ausbilder oder Ausbilderin manchmal dazu geneigt ist, Problemlösungen vorzugeben, um Lernergebnisse <strong>schneller</strong> zu erzielen, ist es bei Coaching als Führungsstil genau andersherum: Es ist wie eine Art Beratung, durch die Auszubildende bei der Entwicklung <strong>eigener Problemlösungen</strong> begleitet und gefördert werden.</p>
<blockquote><p>Das erfordert von dir als Ausbilder natürlich, dass du dich deutlich mehr zurücknimmst &#8211; was je nach eigenem Charakter ziemlich herausfordernd sein kann!</p></blockquote>
<h2>Coaching als Führungsstil &#8211; wo kann man diesen Ansatz einordnen?</h2>
<p>Bemüht man das <strong>Full Range Leadership Model</strong> bzw. die <strong>Full Range Leadership Theory</strong>, lässt sich Führung in drei Grundrichtungen unterteilen:</p>
<ul>
<li>Laissez-faire Führung</li>
<li>Transaktionale Führung</li>
<li>Transformationale Führung</li>
</ul>
<p>Während eine Führungskraft beim Führungsstil Laissez-faire ihre Mitarbeiter sich weitgehend selbst überlässt, indem <strong>keine feste</strong> Regelungen vorgegeben werden, steht bei der transaktionalen Führung der sachliche Austausch im Vordergrund. <strong>Heruntergebrochen bedeutet das:</strong> Es geht lediglich um einen Austausch von Leistung gegen Bezahlung &#8211; so effizient wie möglich. Dies ist im Ausbildungsverhältnis (hoffentlich) nie so, aber sofern der &#8222;normale&#8220; Mitarbeiter tut, was er soll, wird er durch sein Gehalt belohnt. Direkt gesagt: ansonsten gibt es nichts.</p>
<p><strong>Bei der transformalen Führung</strong> hingegen steht die <strong>Veränderung</strong> der Werte, Motive und Ziele im Vordergrund, also genau das, was wir in der Ausbildung machen. Dadurch sollen das Engagement, Selbstvertrauen und Zufriedenheit der Mitarbeiter und Auszubildenden steigen. Hier geht es also um viel mehr, als um die Arbeit &#8211; es geht um das Miteinander und den positiven Einfluss auf die persönliche Entwicklung. Und das für <a href="https://ada2go.de/welche-erwartungen-haben-alle-an-der-ausbildung-beteiligten/">alle Beteiligten</a> in der Ausbildung.</p>
<p>Ganz kurz gefasst lassen sich die Aufgaben einer Führungskraft mit einem transformationalen Führungsstil mit den vier &#8222;I&#8220;s beschreiben <span id='easy-footnote-4-2560' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href="https://ada2go.de/coaching-als-fuehrungsstil/#easy-footnote-bottom-4-2560" title="&lt;strong&gt;Hinweis&lt;/strong&gt;: Es gibt noch mehrere Erklärungsansätze für den transformationalen Führungsstil. Ich beziehe mich in meinem Artikel auf das Werk &#8222;Leadership and performance beyond expectations&#8220; von Bernard Morris Bass aus dem Jahre 1985."><sup>4</sup></a></span>:</p>
<ul>
<li><strong>Idealized influence</strong> bzw. Vorbildfunktion</li>
<li><strong>Inspirational motivation</strong> bzw. inspirierende Motivation</li>
<li><strong>Intellectual stimulation</strong> bzw. intellektuelle Anregung</li>
<li><strong>Individualized consideration</strong> bzw. individuelle Unterstützung &#8211; Genau hier lässt sich auch das Coaching als Führungsstil verorten.</li>
</ul>
<p>Ziel der Individualized consideration bzw. individuelle Unterstützung ist es, den Menschen ganzheitlich wahrzunehmen und ihre besonderen Fähigkeiten und Stärken ganz individuell zu fördern.</p>
<blockquote><p><strong>Spannend:</strong> Coaching als Führungsstil stammt ursprünglich auf den USA, hat inzwischen aber auch in Deutschland Einzug gehalten &#8211; dennoch findet man den Ansatz in älterer Literatur für Ausbilderinnen und Führungskräfte <strong>nur selten</strong>. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass Coaching als Führungsstil lange nicht als &#8222;in den Arbeitsalltag integrierbar&#8220; galt. Das ist meiner Meinung nach aber völliger Quatsch. Die Arbeit als Ausbilder ist heute mehr denn je von Themen wie Psychologie, Individualität und Pädagogik geprägt &#8211; warum sollte man dann solche Ansätze nicht in die Tätigkeit einfließen lassen?</p></blockquote>
<h2>Coaching als Führungsstil &#8211; welche Vorteile hat dieser Ansatz?</h2>
<p>Wie eben bereits erwähnt liegen die Vorteile dieses Führungsstil definitiv im emotionalen Bereich.</p>
<table style="height: 212px;">
<thead>
<tr style="height: 23px;">
<th style="width: 154.047px; height: 23px;">Vorteil</th>
<th style="width: 566.938px; height: 23px;">Hinweise</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr style="height: 71px;">
<td style="width: 154.047px; height: 71px;">das Selbstvertrauen wird gestärkt</td>
<td style="width: 566.938px; height: 71px;">Dadurch werden unsere Auszubildende nicht nur zu wertvolleren Mitarbeitern für das Unternehmen, sondern ihre Motivation und Individualität wird gestärkt. Selbstbewusstsein bedeutet nämlich auch, Eigenständigkeit, Mut und Vertrauen.</td>
</tr>
<tr style="height: 71px;">
<td style="width: 154.047px; height: 71px;">das Engagement wächst</td>
<td style="width: 566.938px; height: 71px;">Getreu des Grundsatzes &#8222;Geben und Nehmen&#8220; wächst durch deinen Einsatz das Engagement &#8211; denn sie möchten dir etwas zurückgeben. Die gesteigerte Produktivität wirkt sich auch umgehend auf den Erfolg deines Unternehmens aus.</td>
</tr>
<tr style="height: 47px;">
<td style="width: 154.047px; height: 47px;">die Zufriedenheit wächst</td>
<td style="width: 566.938px; height: 47px;">Mitarbeiterzufriedenheit wirkt sich nicht nur positiv auf die Arbeit aus, sondern verringert auch das Risiko der Mitarbeiterfluktuation.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<blockquote><p><strong>Oder ganz kurz gesagt:</strong> Auszubildende und Mitarbeiter sind zufriedener, motivierter und leistungsfähiger, wodurch es für dich leichter wird, dein Team zu führen.</p></blockquote>
<h3>Welche Voraussetzungen musst du zur Umsetzung mitbringen?</h3>
<p>Nach Ansicht des Psychologen <strong>Daniel Goleman</strong> vor allem <strong>emotionale Intelligenz</strong> <span id='easy-footnote-5-2560' class='easy-footnote-margin-adjust'></span><span class='easy-footnote'><a href="https://ada2go.de/coaching-als-fuehrungsstil/#easy-footnote-bottom-5-2560" title="Goleman, Daniel (2002). Emotionale Führung. München: Econ Ullstein List Verlag"><sup>5</sup></a></span> <strong>und Empathie</strong> &#8211; denn das erleichtert es dir, positive Beziehungen aufzubauen. Emotionale Intelligenz bedeutet in dem Fall, dass du die Gefühle deiner Schützlinge nicht nur wahrnehmen und verstehen, sondern auch beeinflussen kannst. Die perfekte Grundlage für ein erfolgreiches Coaching als Führungsstil.</p>
<p>Solltest du nicht unbedingt der emotionale Typ sein, ist das vollkommen okay: emotionale Intelligenz und Empathie <strong>sind lernbar und ausbaubar</strong>. Wichtig ist nur, dass du es übst. Wie? Das verrate ich dir im nächsten Abschnitt.</p>
<h2>Coaching als Führungsstil &#8211; 5 Praxistipps</h2>
<ul>
<li><strong>Persönliche Gespräche:</strong> Um die Schwächen und Stärken deiner Schützlinge, sowie ihre Wünsche, beruflichen Ziele und Vorstellungen zu kennen, musst du mit ihnen reden. Vereinbare hierfür feste Gesprächstermine, mach dir Notizen und halte deine persönliche Meinung zurück. Bei diesen Gesprächen steht der Aufbau von Vertrauen und Bindung im Vordergrund &#8211; wichtige Grundlagen, um die Entwicklung deiner Auszubildenden zu begleiten.</li>
<li><strong>Aktives Zuhören:</strong> Reden ist Silber, Schweigen ist Gold &#8211; denn wenn du selbst permanent sprichst, kannst du gar nicht hören, was dein Gegenüber dir erzählt. Um deinem Gesprächspartner zu signalisieren, dass du ihm zuhörst,
<ul>
<li>halte den Blickkontakt und nicke.</li>
<li>Fasse die Aussagen in regelmäßigen Abständen zusammen und frage, ob du ihn richtig verstanden hast.</li>
<li>Verbalisiere die Gefühle, die hinter den Sachaussagen stecken und fördere so dessen Selbstreflexion und Selbstklärung.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Fragen stellen</strong>: Die meisten Menschen denken, wer redet, führt. Aber kennst du die Aussagen &#8222;Wer fragt, führt?&#8220;. Denn mit den richtigen bzw. offenen Fragen erfährst du mehr über die Wünsche, beruflichen Ziele und Vorstellungen deines Gegenübers &#8211; und lenkst ganz nebenbei das Gespräch und dessen Entwicklung.</li>
<li><strong>Lösungsorientiert beraten</strong>: Wie eingangs bereits erwähnt, bedeutet Beraten in diesem Fall nicht, eine Lösung vorzugeben. Sondern indem du deinen Auszubildenden mit Fragen dazu motivierst, über Lösungsmöglichkeiten und deren Umsetzung nachzudenken, förderst du in ihm eine ganz andere Denkweise. Denn eins musst du dir vor Augen halten: Menschen mit Problemen denken entsprechend oft problemorientiert. Deine Aufgabe ist daher, ihn zu einer lösungs- und ressourcenorientierten Denkweise zu bringen.</li>
<li><strong>Feedback geben</strong>: Wichtig beim Feedback ist, veränderbare und beizubehaltende Verhaltensweisen wertfrei zu beschreiben, um die positive Grundstimmung des Gesprächs aufrechtzuerhalten. Vorwürfe oder Vorhaltungen bringen weder dir noch dem Gegenüber etwas.</li>
</ul>
<h2>Fazit: Ist Coaching als Führungsstil der heilige Gral in Ausbildungssituationen?</h2>
<p>Wie ich im Abschnitt &#8222;Coaching als Führungsstil &#8211; welche Vorteile hat dieser Ansatz?&#8220; bereits erklärte, sind die Vorteile dieses Ansatzes nicht von der Hand zu weisen. <strong>Aber:</strong> in meinen Augen ist es nicht möglich, in der kompletten Ausbildung in diesem Modus zu sein. Ich empfehle dir, einen Mix aus <strong>verschiedenen Führungsstilen</strong> anzuwenden &#8211; und von jedem das Beste und passendste für euch alle zu nutzen.</p>
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		<title>Brainstorming</title>
		<link>https://ada2go.de/brainstorming/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Schönefeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2018 15:25:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[B]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 3: Ausbildung durchführen]]></category>
		<category><![CDATA[Methodik & Didaktik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Darum geht's: Was ist Brainstorming? ✔ Der Ablauf eines Brainstormings ✔</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Brainstorming existieren einige kleine Grundregeln. Wenn diese eingehalten werden ist diese Art der Ideenfindung immer ein klasse Mittel um schnell und effektiv an Projektideen zu gelangen.</p>
<blockquote><p>Brainstorming wird manchmal auch Brainwriting genannt.</p></blockquote>
<h2>Der Ablauf eines Brainstormings</h2>
<ul>
<li>Zunächst trifft sich das Projektteam und benötigt <strong>einen kleinen Leitsatz</strong> oder ein Thema. Man kann es auch ein grobes Ziel nennen. Beispielsweise „<em>Wir brauchen mehr Kunden</em>.“</li>
<li>Unter diesem Satz werden nun Ideen gesammelt. Jeder darf, <strong>ohne</strong> jegliche Hemmung in Form von Kommentaren oder Wertungen, sein Schlagwort niederschreiben, dass zum Thema passend ist oder sein könnte.</li>
<li><strong>Alle</strong> Ideen werden gesammelt, zum Beispiel auf einem Whiteboard, auf Moderationskarten oder schlicht auf Post-its. Nach wenigen Minuten wird sich eine Fülle von Ideen einfinden (man sagt grob 100 Ideen pro halbe Stunde) und da diese offen und sichtbar für alle sind, entwickeln sich daraus noch mehr Ideen. Ein Endloser Kreis – im positiven Sinne!</li>
<li>Danach geht es daran, die gleichen (oder sehr ähnliche) Vorschläge zusammen zu heften. Wichtig ist hierbei, dass keine Idee „weggeschmissen“ wird. Identische Ideen werden zusammengefügt oder auf einem seperaten Zettel so oft notiert, wie auch Zettel weggenommen werden.</li>
<li>Im letzten Schritt geht es dann an die Bewertung und Diskussion der Ideen. Hier kann beispielsweise durch Abstimmung für oder gegen eine Idee gestimmt werden. Als Resultat sollten, je nach Anlass, ca. drei Ideen übrig bleiben, die dann im Anschluß final bewertet werden.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Lerntypen</title>
		<link>https://ada2go.de/lerntypen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heiko Schöenfeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jun 2018 17:45:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbilder Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsfeld 3: Ausbildung durchführen]]></category>
		<category><![CDATA[L]]></category>
		<category><![CDATA[Methodik & Didaktik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ada2go.de/?p=2612</guid>

					<description><![CDATA[<p>Darum geht's: die Arten von Lerntypen ✔ der auditive Lerntyp ✔ der visuelle Lerntyp ✔ der haptische Lerntyp ✔ der verbale Lerntyp ✔ Lerntypen-Test ✔ So lernst du richtig ✔ Lerne zu lernen ✔</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Mensch nimmt seine Umwelt mit seinen Sinnen wahr, das heißt, man</p>
<ul>
<li>sieht,</li>
<li>hört,</li>
<li>riecht,</li>
<li>schmeckt und</li>
<li>ertastet</li>
</ul>
<p>die Umwelt, was das Gehirn wiederum verarbeitet. Doch die Erfahrung zeigt, dass diese Sinneskanäle nicht bei allen Menschen gleich stark ausgebildet sind. Daher gibt es Menschen, die besonders gut über Zuhören lernen können, andere müssen Informationen als Bild, Zeichnung oder Grafik sehen, um sie sich gut einprägen zu können. Es gibt aber auch Andere, die etwas greifen, anfassen und ertasten müssen, um sich Sachverhalte zumerken.</p>
<blockquote><p><strong>Kurzum: </strong>Unsere Sinne sind bei jedem Menschen anders ausgebildet, wodurch wir unterschiedlich lernen</p></blockquote>
<p>Zwar können diese Sinne und das Lernen unseres Gehirns nicht wirklich gesteuert werden, doch du kannst es beeinflussen, in dem du deine Auszubildenden oder Teilnehmer</p>
<ul>
<li>beispielsweise durch hohen Druck oder mangelhafte Motivation störst</li>
<li>oder sie über die Nutzung der richtigen Lernwege unterstützt.</li>
</ul>
<p>Leider wissen viele Ausbilder und Dozenten gar nicht, welchen Lerntyp sie begleiten und wundern sich nur über mäßige Lernerfolge &#8211; dabei kann jeder lernen &#8211; man muss nur wissen, wie man bewusst und effektiv lernt bzw. diesen Prozess bei anderen anregt. Damit du weißt, welche Lerntypen es gibt, habe ich dir im Folgenden eine Auflistung der vier Lerntypen erstellt und gebe Hinweise dazu, wie du dein Lernen optimieren kannst.</p>
<h2>Der auditive Lerntyp</h2>
<p>Auditiv veranlagte Menschen nehmen Inhalte besser über das Ohr wahr, in dem sie aufmerksam zuhören. Dadurch würden sich folgende Lehrmittel ganz besonders für dich eignen:</p>
<ul>
<li>Frontalunterricht mit Lehrern oder Dozenten,</li>
<li>den Lernstoff laut lesen,</li>
<li>Gespräche,</li>
<li>Vorträge,</li>
<li>Musik,</li>
<li>Hörbücher,</li>
<li>Podcasts und</li>
<li>gut erklärte Videos.</li>
</ul>
<p>Vermeiden solltest du jedoch Musik im Hintergrund oder eine laute Lernumgebung, da das deine Konzentration negativ beeinflussen könnte. Bevorzuge eine ruhige Umgebung, in der es still ist.</p>
<h2>Der visuelle Lerntyp</h2>
<p>Ob dein Gegenüber zu dieser Lerntyp-Gruppe gehörst, erkennst du daran, wenn es ihm besonders leicht fällt, sich neue Inhalte zu merken, wenn diese den Augen wahrgenommen hast. Dazu eignen sich beispielsweise</p>
<ul>
<li>Grafiken,</li>
<li>Bilder,</li>
<li>Tafelbilder,</li>
<li>Flipcharts,</li>
<li>Skizzen,</li>
<li>Lernposter,</li>
<li>Lernkarteien,</li>
<li>Dokumentationen und</li>
<li>Videos.</li>
</ul>
<p>Vermeiden solltest du jedoch Chaos in deiner Lernumgebung &#8211; so lenkst du die Augen und damit deine Konzentration ab! Am besten sorgst du vor dem Lernen bzw. der Unterweisung für Ordnung auf deinem Schreibtisch und somit auch für Klarheit in deinem Kopf.</p>
<h2>Der haptische Lerntyp</h2>
<p>Gehört dein Auszubildender bzw. Teilnehmer du zu den Menschen, die etwas anfassen oder selber machen müssen, um es richtig zu begreifen? Dann nutze</p>
<ul>
<li>Experimente und Basteleien,</li>
<li>lass sie Lernkarten anfertigen, in dem du den Stoff noch mal abschreibst sowie</li>
<li>Schaubilder,</li>
<li>lehre durch ausprobieren (Learning by Doing)</li>
</ul>
<p>um die Inhalte greifbarer für dich zu machen. Nebenbei kannst du den Lerneffekt verstärken, in dem du für Bewegung sorgst oder Rollenspiele zum Lernen nutzt.</p>
<h2>Der verbale Lerntyp</h2>
<p>Hast du gemerkt, dass jemand besonders effektiv lernen kannst, wenn du dich über neuen Lernstoff unterhältst? Dann gehört derjenige zu der Gruppe der Menschen, die sehr verbal veranlagt. Wenn dem so ist, sind</p>
<ul>
<li>Seminare mit viel Zeit für Gespräche,</li>
<li>Diskussionen,</li>
<li>Frage-Antwort-Spiele,</li>
<li>Lerngruppen und</li>
<li>laut über den Lernstoff reden</li>
</ul>
<p>geeignete Mittel zum Lernen. Gefährlich wird es allerdings, wenn das Treffen eher für einen Kaffeeklatsch gehalten wird und private Themen im Fokus stehen. Wähle daher gezielte Themen aus, die dafür geeignet sind oder achte darauf, dass ihr nicht abdriftet.</p>
<blockquote><p>Der Vollständigkeit halber muss ich jedoch betonen, dass es selten Reinformen dieser Lerntypen gibt. Realistischer ist, dass du auf mehreren Kanälen sehr gut lernen kannst, sie allerdings verschieden stark ausgeprägt sind. Mehr dazu folgt gleich.</p></blockquote>
<h3>Lasse einen kostenlosen Lerntypen-Test machen</h3>
<p>Falls dir die Beschreibungen nicht ausreichen, empfehle ich dir diesen kostenlosen Lerntypen-Test von <a href="http://www.philognosie.net/denken-lernen/lerntypen-test-welcher-lerntyp-bin-ich" data-redactor-span="true" target="_blank" rel="noopener">Philognosie.net</a> mit deinen Auszubildenden bzw. Teilnehmern auszuprobieren. Nachdem zunächst einige Fragen beantwortet wurden, erhalten im Anschluss eine Auswertung, in der u.a. steht, welchem Lerntyp sie, zu wie viel Prozent entprechen. Darüber hinaus gibt es ergänzende Hinweise. Inzwischen gibt es aber auch zahlreiche Bücher, die sich mit dem Thema Lerntypen und Tests beschäftigen.</p>
<h2>So lernst du richtig</h2>
<p>Wenn du nun weißt, welcher Lerntyp dein Auszubildender oder Teilnehmer ist, ist es natürlich ungemein wichtig, diese Sinneskanäle künftig verstärkt anzusprechen und so einfacher zu lernen. Wenn jemand beispielsweise visuell und haptisch veranlagt bist, bringt es weniger, ihm Hörbücher anzubieten, sondern du solltest dir die Dinge verbildlichen und selbst darstellen, um effektiver zu lernen.</p>
<p>Als besonders hilfreich hat es sich erwiesen, wenn der zu lernenden Stoff auf verschiedenen Wegen vermittelt und so auch verarbeitet wird. So aktivierst du mehr Wahrnehmungsfelder im Gehirn und beschleunigst die gedankliche Verknüpfung zwischen bereits vorhandenem und neuem Wissen. Dadurch steigert sich die</p>
<ul>
<li>Aufmerksamkeit</li>
<li>Lernmotivation und</li>
<li>letztendlich dein Lernerfolg.</li>
</ul>
<table>
<thead>
<tr>
<th><strong>Beteiligte Sinne</strong></th>
<th><strong>Erinnerungsquote</strong></th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Hören</td>
<td>20 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Sehen</td>
<td>30 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Hören und Sehen</td>
<td>50 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Hören, Sehen und darüber sprechen</td>
<td>70 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Hören, Sehen, darüber sprechen und selber machen</td>
<td>90 %</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Lerne zu lernen</h2>
<p>Um das Lernen weiter zu optimieren, solltest du beobachten, in welchen Situationen der Lernende besonders effektiv gelernt hat, denn das Wissen über die Lerntypen und die Optimierung des Lernens hilft dir zwar, die Wissensaufnahme zu beschleunigen, doch es gibt auch Umweltfaktoren, die ausschlaggebend für den letztendlichen Lernerfolg sind.</p>
<p>Einige Menschen benötigen beispielsweise Musik und Hintergrundgeräusche, anderen brauchen Stille. Es gibt andere, die den Druck kurz vor einer Prüfung oder etwas Ähnlichem brauchen, um sich den Stoff besonders gut einzuprägen, andere lernen unter Druck gar nicht.</p>
<p>Lernen zu lernen ist kein Prozess, der von heute auf morgen zu 100% gelingt. Nimm dir die Zeit, deinen Auszubildenden oder Teilnehmer zu beobachten und immer mal wieder neue Dinge auszuprobieren, denn auch das Alter verändert die Art zu lernen und Wissen zu erfassen.</p>
<hr />
<p>Hast du noch spannende Tipps um besser zu lernen? Her damit!</p>
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